Photovoltaik-Boom in Salzburg: Das solltet ihr vor dem Kauf wissen

Für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen gibt es eine Förderung des Landes (Symbolbild).
Für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen gibt es eine Förderung des Landes (Symbolbild). - © Bilderbox
Auf Salzburgs Dächern lassen immer mehr Hausbesitzer Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) installieren. Damit kann man seinen eigenen Strom erzeugen und den Überschuss in das Stromnetz einspeisen. Wir haben uns für euch informiert, welche Vorteile eine Installation bringt und wie man dabei sparen kann.




Selbst Strom zu erzeugen ist schon lange keine Utopie mehr. Alles, was man nicht im eigenen Haushalt verbraucht, wird in das Stromnetz eingespeist. Dafür gibt es Geld vom Stromlieferanten, die aktuellen Tarife können bei E-Control abgefragt werden. Wer seinen Strom nicht gleich verbrauchen kann, hat bei einigen Geräten die Möglichkeit ihn zu speichern. Damit können bis zu 70 Prozent des verbrauchten Stroms im eigenen Haus produziert werden.

Welche Anlage passt zu mir?

„Für welche Anlage man sich entscheidet, kommt immer darauf an, wann man seinen Strom verbraucht“, erklärt Martin Wautischer aus dem Büro des Energie-Landesrates Josef Schwaiger (ÖVP) im Gespräch mit SALZBURG24. Ist man untertags viel zu Hause und kann die großen Stromverbraucher zu den Sonnenstunden laufen lassen, braucht man nicht unbedingt einen Speicher.

„Besonders sinnvoll ist eine PV-Anlage, wenn man ein Elektro-Auto fährt, so kann man selbst den Strom dafür erzeugen“, so Wautischer. Die neueste Generation der Speichergeräte ist mit Notstromaggregaten ausgestattet.

Das ist bei der Anschaffung einer PV-Anlage zu beachten

Damit die Sonnenstrahlung gut genutzt werden kann, soll die Neigung der Anlage zwischen 20 und 50 Grad betragen, bestenfalls sollte die Sonne im rechten Winkel auf die Paneele treffen. So kann auch im Winter der Schnee abrutschen, informiert die Salzburg AG. Ebenso sollte Platz für Elektroinstallationen und Zähler sein.

Eine Photovoltaik-Anlage kann sowohl bei Neubauten, als auch bei bereits errichteten Häusern angebracht werden. „Damit hat man garantiert sauberen Energie und versorgt sich mit Strom selbst“, weiß Wautischer.

Kaufen oder Mieten

Die Kosten für eine Anlage hängen von dem Arbeitsaufwand ab. Bei Neubauten kann man sie von Anfang an einbauen oder Vorrichtungen für eine spätere Errichtung treffen. „Bei älteren Häusern muss man die vorhandenen Installationen prüfen und gegebenenfalls ändern“, so Wautischer. „Eine Energieberatung des Landes schadet jedenfalls nicht.“

Für all jene, die sich eine PV-Anlage anschaffen, jedoch im Moment nicht so tief in die Tasche greifen wollen, bietet die Salzburg AG das „250-Dächer-Programm“ an. Die Kosten der Errichtung übernimmt der Stromlieferant, der Kunde zahlt für zwölf Jahre eine monatliche Miete, danach geht die Anlage in seinen Besitz über. Die Salzburg AG bietet zwei Varianten an: Um 49,90 Euro monatlich bekommt man eine PV-Anlage mit 3,19 Kilowatt peak. Optional kann man einen Speicher dazu wählen und kommt so auf 119,90 Euro im Monat.

Photovoltaik-Förderung vom Land Salzburg

Entscheidet man sich dazu, eine PV-Anlage zu kaufen, gibt es Förderungen vom Land. Gefördert werden in Privathaushalten Anlagen in einem variablen Bereich zwischen ein und drei Kilowatt peak, das ist die maximale elektrische Leistung, die erreicht werden kann. Die Förderhöhe beträgt hierbei 600 Euro pro Kilowatt peak. Bei einer Anlage mit drei Kilowatt peak erhält man also 1.800 Euro. Auch für Speicheranlagen gibt es eine Förderung, es werden jedoch maximal 30 Prozent des Anschaffungspreises ausbezahlt.

Weiters gibt es auch die Möglichkeit die beiden Förderungen zu kombinieren. „Es werden auch zweiachsige Anlagen gefördert, diese richten sich nach der Sonne aus. Dafür bekommt man aus dem Fördertopf maximal 900 Euro“, weiß Wautischer.

Etwa eine Million Euro investierte das Land im vergangenen Jahr in die Förderung zur Errichtung von PV-Anlagen. Nach einem leichten Einbruch im Jahr 2015 stiegen die Förderungen nun wieder an. „Mit dem Umstieg auf die Investionsförderung im Jahr 2013 konnten wir ein großes Plus verzeichnen und auch mit der Speicherförderung 2016 wurden wieder mehr Förderungen beantragt“, erzählt Wautischer.

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