Physik-Nobelpreis für Entwicklung von Leuchtdioden

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Die Nobelpreis-Medaille als Auszeichnung
Die Nobelpreis-Medaille als Auszeichnung
Die diesjährigen Physik-Nobelpreisträger Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura haben den Leuchtdioden (LEDs) zum Durchbruch verholfen. Die drei aus Japan stammenden Forscher werden von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften für die “Entwicklung von effizienten blauleuchtenden Dioden ausgezeichnet, die helle, energiesparende weiße Lichtquellen ermöglicht haben”.


Die Akademie bezeichnete am Dienstag bei der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger in Stockholm die Erfindung als “revolutionär”. Das 21. Jahrhundert werde durch LEDs erleuchtet. Es hat lange gedauert, bis sich die Lichttechnologie seit der ersten rot leuchtenden LED Anfang der 1960er-Jahre durchgesetzt hat. Über drei Jahrzehnte hinweg schaffte es weder die Wissenschaft noch die Industrie, mit diesen auf Halbleiterkristallen beruhenden Leuchtmitteln blaues Licht zu erzeugen. Dieses ist allerdings Voraussetzung für weiße LED-Lampen.

Erst Akasaki und Amano von der Universität Nagoya und Nakamura, der bei der kleinen Firma Nichia Chemicals beschäftigt war, schafften Anfang der 1990er-Jahre den Durchbruch mit dem Halbleitermaterial Galliumnitrid. Damit hätten die drei Wissenschafter eine “fundamentale Änderung der Lichttechnologie” ausgelöst. “Die Hartnäckigkeit der Nobelpreisträger muss man wirklich bewundern”, sagte Karl Unterrainer von der Technischen Universität (TU) Wien. “Es gab nicht die eine entscheidende Idee, die alle Probleme gelöst hätte, für den Erfolg waren viele mühsame kleine Schritte nötig.”

Das Nobelpreis-Komitee hob in seiner Begründung die lange Lebensdauer und Energieeffizienz der LEDs hervor. “Wir brauchen 20 bis 30 Prozent unserer elektrischen Energie, um Licht zu produzieren. Deshalb steckt darin ein enormes Potenzial, Energie zu sparen”, sagte der schwedische Nobel-Juror Claes Fransson.

Zunächst wurden LEDs vor allem für Anzeigen an Geräten genutzt, mittlerweile werden sie zur Raum- und Straßenbeleuchtung eingesetzt. Man findet sie in Infrarot-Fernsteuerungen, Ampeln und Auto-Rückleuchten ebenso wie in Lichtschranken. Zunehmend an Bedeutung gewinnen sie auch als Hintergrundbeleuchtung von Flüssigkristall-Bildschirmen, etwa in Handys, Laptops sowie Computer- und Fernsehmonitoren.

Der 1954 in Japan geborene Shuji Nakamura, der als Professor an der University of California in Santa Barbara (US-Bundesstaat Kalifornien) arbeitet, reagierte mit einem knappen “Unglaublich!” auf die hohe Auszeichnung. Für den 1929 in Japan geborenen Isamu Akasaki “gibt es keine größere Ehre”. Er verdanke die Auszeichnung der “Unterstützung an vielen Arbeitsplätzen” und nannte den Elektronikkonzern Panasonic, die Universität Nagoya sowie die Meijo Universität, wo er heute tätig ist. Hiroshi Amano, 1960 in Japan geboren, ist Professor an der Nagoya University.

Der Nobelpreis ist heuer mit acht Millionen schwedischen Kronen (870.000 Euro) dotiert und wird am 10. Dezember, am Todestag des 1896 gestorbenen Preisstifters, verliehen.

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