Pilotengewerkschaft berät nach Ryanair-Streik Vorgehen

Akt.:
Weitere Streiks sind nicht ausgeschlossen
Weitere Streiks sind nicht ausgeschlossen - © APA (dpa)
Nach dem 24-Stunden-Streik beim irischen Billigflieger Ryanair berät die deutsche Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) das weitere Vorgehen in dem Tarifkonflikt. Der am Freitag gestartete Arbeitskampf sollte am Samstagmorgen um 02.59 Uhr beendet und nicht verlängert werden, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Ein VC-Sprecher hatte zuvor erklärt, “wir hoffen, dass Ryanair unser Signal verstanden hat und dann zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist.” Weitere Streiks wollte die Gewerkschaft nicht ausschließen.

Die 24-stündige, abgestimmte Aktion war der bisher größte Pilotenstreik in der Geschichte der größten Billig-Airline Europas. Mitten in der Urlaubszeit mussten die Iren am Freitag jeden sechsten Flug ihres europaweiten Tagesprogramms absagen und damit rund 55.000 Passagiere enttäuschen. Auf Deutschland entfielen 250 von 400 gestrichenen Verbindungen. Auch in Schweden, Irland, Belgien und den Niederlanden hatten Piloten ihre Arbeit niedergelegt, um bessere Arbeitsbedingungen zu erstreiten. Das Unternehmen teilte mit, dass trotz der Streiks am Freitag europaweit rund 2.000 Flüge stattfänden, rund 85 Prozent des ursprünglichen Flugplans.

Gewerkschaften und Ryanair beschuldigen sich gegenseitig, die seit rund sechs Monaten laufenden Verhandlungen zu blockieren. Die VC will bei der Airline erstmals ein System aus Vergütungs- und Manteltarifvertrag etablieren und zieht zum Vergleich Konkurrenten heran. Ryanair verweist auf relativ hohe Endgehälter ihrer Kapitäne und Copiloten, die über dem Niveau von der Billig-Airlines Eurowings oder Norwegian lägen. Das Unternehmen will keine Vereinbarungen treffen, die sein Niedrigkostenkonzept infrage stellen würden.

(APA/dpa)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- "Live im Park" erobert Baron-S... +++ - Handelspleiten: Mehr als 10.00... +++ - Vier Investoren haben Interess... +++ - Salzburg hat neuen Rad- und Ge... +++ - Nestle und Audi bleiben Haupts... +++ - Salzburger ÖVP-EU-Abgeordnete ... +++ - Siemens liefert ÖBB neue Züge ... +++ - Kiloweise Drogen sichergestell... +++ - Elke Faißner ist seit 25 Jahre... +++ - Harsche Kritik an Standortentw... +++ - A10: Fahrzeugbrand im Helbersb... +++ - Lebensmittel und Sommerhitze: ... +++ - 78-jähriger Wanderer nach Stur... +++ - Polizei fahndet in Zell am See... +++ - 18.8.18: Schnapszahl sorgt für... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen