Pilotenstreik bei Germanwings begonnen

Akt.:
Streik bei Lufthansa-Tochter
Streik bei Lufthansa-Tochter
Mit dem Ende der Lokführer-Streiks in Deutschland stehen einige Reisende am Donnerstagmittag vor einem neuen Problem. Wer einen Flug bei der Lufthansa-Tochter Germanwings gebucht hat, muss mit Ausfällen rechnen. Weil die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Piloten seit 12.00 Uhr für zwölf Stunden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen hat, werden etwa 100 von 500 Flügen gestrichen.


Vom Pilotenstreik sind auch zwölf Wien-Flüge betroffen. Zwischen 14.50 Uhr (Ankunft) und 20.50 Uhr (Abflug) fallen sechs Hin- bzw. Rückflüge in die deutschen Städte Köln, Berlin, Hamburg, Hannover und Stuttgart aus, teilte der Flughafen Wien mit.

Germanwings habe etwa 13.000 E-Mails und SMS verschickt, um seine Passagiere über die Arbeitsniederlegung zu informieren, teilte das Unternehmen mit. Die Lage am Flughafen Köln, an dem Germanwings seine Basis hat, sei ruhig.

Größere Standorte von Germanwings sind Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Berlin, Hannover, Hamburg und Stuttgart. Die Fluglinie veröffentlichte einen Ersatzflugplan im Internet. Gestrichene Verbindungen könnten auf der Germanwings-Homepage kostenlos umgebucht oder storniert werden, teilte die Fluglinie mit.

Schwerpunkt bei der Flugplanung sei es, die Urlauber aus dem Mittelmeerraum zurückzubringen, sagte ein Germanwings-Sprecher. Dies gelinge nach bisherigem Stand komplett. Inlandsflüge fielen dagegen aus, die Passagiere könnten ab mittags auf die Bahn umsteigen. Die Fluglinie stelle Gutscheine aus.

In dem Tarifkonflikt geht es um die künftigen Übergangsrenten für 5.400 Piloten und Co-Piloten der Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa-Cargo und Germanwings. Die Lufthansa hat die bisherigen Regeln zum Jahresende 2013 gekündigt. Sie will erreichen, dass die Piloten frühestens mit 60 (bisher 55) Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können.

Die Gewerkschaft erklärte, Lufthansa habe alle Kompromissvorschläge im Konflikt um die Übergangspension der Piloten nicht aufgegriffen und mauere weiter. “Deswegen müssen sich die Kunden in der nächsten Zeit auf weitere Streiks einstellen”.

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) rief die Tarifparteien zu einer schnellen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Nur dort könnten Ergebnisse erzielt werden, sagte Dobrindt am Mittwoch in Berlin. “Deshalb sollte man zügig versuchen, diesen wieder aufzusuchen.” Streiks gehörten zur Tarifautonomie, allerdings solle die Zahl betroffener Dritter bei Auseinandersetzungen möglichst gering gehalten werden.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Rußbach: Landwirt bei Traktor-... +++ - Motorrad fast so laut wie Düse... +++ - 350 Rekruten im Pinzgau angelo... +++ - "Secret Garden": Die besten Bi... +++ - Oldtimer-Fans und Bier-Liebhab... +++ - Einbrecher treiben in der Land... +++ - Wagrain: 45-Jähriger von umstü... +++ - EU-Kommissar Johannes Hahn mit... +++ - Fahrräder gestohlen und online... +++ - Salzburger Jugendmonitor: Weni... +++ - In Apotheke in Henndorf Pistol... +++ - Maishofen: Brand in Holzwerkst... +++ - Fliegerbombe: Bahnverkehr von ... +++ - Salzburger ist bester Maurer d... +++ - St. Johann im Pongau: 29-Jähri... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen