Aus Brüssel direkt in den Pinzgau

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Landesrat Sepp Schwaiger mit den Schülern der Tourismusschule Bramberg und Direktorin Petra Mösenlechner. Das LEADER-Ziel: Fachkräfte sollen im Pinzgau bleiben. 05.03. 2018 Feuerwehrhaus Piesendorf v.l.n.r.: LR Josef Schwaiger , Tobias Maier , Robert Greiner , Hannah Bernhart , Anna Voithofer , Luis Schwab , Stefan Höller (Tourismusschule Bramberg) , Petra Mösenlechner (Dir. Tourismusschule Bramberg)
Landesrat Sepp Schwaiger mit den Schülern der Tourismusschule Bramberg und Direktorin Petra Mösenlechner. Das LEADER-Ziel: Fachkräfte sollen im Pinzgau bleiben. 05.03. 2018 Feuerwehrhaus Piesendorf v.l.n.r.: LR Josef Schwaiger , Tobias Maier , Robert Greiner , Hannah Bernhart , Anna Voithofer , Luis Schwab , Stefan Höller (Tourismusschule Bramberg) , Petra Mösenlechner (Dir. Tourismusschule Bramberg) - © LMZ/Neumayr/Hölzl
Die Leader-Region Nationalpark Hohe Tauern tritt den Beweis an, dass junge Leute gerne in der Heimat bleiben oder aus der großen weiten Welt wieder zurück kommen. “Komm-Bleib” ist eines von zahlreichen Projekten, die Landesrat Josef Schwaiger bei einer Stippvisite im Pinzgau begeisterten: “Wenn die jungen Leute eine Perspektive haben und gute Rahmenbedingungen für Leben und Job, stärken sie die Region. Genau hier setzt die Initiative an.”

17,7 Millionen Euro fließen in der aktuellen Förderperiode (2014 bis 2020) in die sechs Leader-Regionen Salzburgs. 80 Prozent des Geldes kommen aus der Europäischen Union, der Rest von Bund und Land, um den ländlichen Raum zu stärken. Eine Mission, die im Pinzgau erfüllt wird, wie Landesrat Josef Schwaiger feststellte. “Zur Zeit gibt es 31 konkrete Projekte, die genehmigt sind, beziehungsweise schon Wirkung zeigen. Und es sollen noch viele kommen, versicherte mir Georgia Winkler-Pletzer, Geschäftsführerin der Leader-Region Nationalpark Hohe Tauern”, war Schwaiger in Piesendorf begeistert.

Junge Leute in der Heimat halten

Besonders erfolgreich und ein Vorzeigebeispiel ist der Verein “Komm-Bleib”, eine Plattform für Fachkräfte und Unternehmer in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer. Gut ausgebildete Einheimische werden in der Region gehalten, beziehungsweise wieder zurück nach Hause “gelockt”, nachdem sie in die weite Welt hinaus gegangen sind. “Hier zu leben, ist ein Privileg, wunderschön. Aber man muss den Fachkräften Perspektiven, Arbeit, Infrastruktur bieten, damit das wertvolle Wissen nicht abwandert. Nur so bleibt die Region stark”, bringt es Schwaiger auf den Punkt. Da der Verein mit Geschäftsführerin Karin König-Gassner mittlerweile mehr als 100 Partner und Firmen umfasst, darunter auch Vorzeigebetriebe wie Blizzard und Senoplast, wird die angebotene Jobbörse zum Dreh- und Angelpunkt, die Plattform zum Erfolg.

31 Projekte schaffen den Spagat zwischen Tradition und Moderne

Aber nicht nur “Komm, bleib” ist eine Erfolgsgeschichte, Leader diente unter anderem den “zarten Pflänzchen” Kräutergarten Hollersbach mit jetzt 400 Vereinsmitgliedern oder der Obstpresse Bramberg als Starthilfe, heute sind sie Schlüsselprojekte. Und der Einsatzbereich der Finanzspritzen ist vielseitig. Im Pinzgau werden damit unter anderem Schülern alte Volkslieder vermittelt. “Wir wollen die Leidenschaft für die Musik bei den Kindern entfachen und zeigen, dass dieses alte Kulturgut erhaltenswert ist”, so Projektkoordinator Gerhard Schmiedinger, Direktor des Musikum Zell am See. “Die Kleinen sind mit sehr viel Begeisterung dabei. Abseits von Handy und Internet blühen sie regelrecht auf”, freute sich Landesrat Schwaiger beim Besuch der Volksschule in St. Georgen.

So vielseitig wie die Menschen im Pinzgau

Senioren können sich online austauschen, Familien, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind, werden unterstützt, das heißt, dass das EU-Geld so vielseitig eingesetzt wird, wie der Pinzgau und dessen Bewohnerinnen und Bewohner eben sind. “Genau das wollten wir Landesrat Schwaiger zeigen, denn er hat immer ein offenes Ohr und ist verlässlicher Partner, wenn es darum geht, unsere Region durch Leader stark zu machen”, betonte Georgia Winkler-Pletzer und rechnete vor: “Zwischen 2014 und 2020 können wir in der Region Nationalpark Hohe Tauern Projekte mit 3,2 Millionen Euro verwirklichen.”

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