Luchs “Alus” tot aufgefunden: 15.000 Euro Belohnung im Falle einer Straftat  

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Ob im Fall des toten Luchses tatsächlich eine Straftat vorliegt, ist derzeit noch nicht klar (Symbolbild).
Ob im Fall des toten Luchses tatsächlich eine Straftat vorliegt, ist derzeit noch nicht klar (Symbolbild). - © AFP/Sebastien Bozon
Im bayerischen Schneizlreuth (Lkr. Berchtesgadener Land) ist am Dienstag ein toter Luchs gefunden worden, bei dem der Kopf und die Vorderpfoten abgetrennt waren. Dabei handelt es sich um das Männchen “Alus”. Sollte es sich um eine Straftat handeln, hat der WWF eine Belohnung von 15.000 Euro für Hinweise ausgelobt.

Ob der Luchs wie viele andere in Bayern und Österreich einer Straftat zum Opfer gefallen ist, wird erst die pathologische Untersuchung endgültig beweisen. Bisher ist unklar, ob die fehlenden Körperteile erst bei der Bergung abgetrennt wurden oder bereits zuvor.

15.000 Euro für Hinweise ausgelobt

“Illegalität ist das größte Problem beim Schutz des Luchses”, unterstreicht Christian Pichler, WWF-Artenschutzexperte, und führt weiter aus: “Wir müssen alles daran setzen, diesen Kriminellen das Handwerk zu legen, damit der Luchs nicht das gleiche Schicksal erleidet wie der Braunbär in Österreich: Er ist 2011 zum zweiten Mal ausgestorben.” Für den Fall einer Straftat bei Luchs Alus loben der WWF und die Bayerische Gregor Louisoder Umweltstiftung 15.000 Euro für Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen, aus.

Luchs “Alus” möglicherweise in Österreich getötet

Das Polizeipräsidium Oberbayern hat die örtlich zuständige Polizeiinspektion Bad Reichenhall mit der Aufklärung des Falles betraut. Diese arbeitet ab sofort mit den zuständigen österreichischen Behörden zusammen. “Es ist denkbar, dass der Luchs, der immer wieder im Grenzgebiet unterwegs war, auf österreichischem Staatsgebiet getötet wurde und von der Saalach in den Saalachsee geschwemmt wurde”, erklärt Christian Pichler vom WWF.

Bis zu fünf Jahre Haft möglich

Im vorliegenden Fall berücksichtigt die deutsche Polizei bei den Überprüfungen denkbare Verstöße nach dem Bundesnaturschutzgesetz, sowie dem Tierschutzgesetz. Der Strafrahmen liegt bei bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug. In Österreich steht auf “Vorsätzliche Schädigung des Tier- oder Pflanzenbestandes” ein Freiheitsentzug von bis zu zwei Jahren.

Hinweise sind in Deutschland per E-Mail an bayern-wild@umweltstiftung.com erbeten. In Österreich können sie an das Landeskriminalamt Salzburg unter der Telefonnummer 059 133 50 3333 gerichtet werden.

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