Nationalpark Hohe Tauern: Bartgeierjunges geschlüpft

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Für das Bartgeierjunge ist die Zeit bis Juli die empfindlichste.
Für das Bartgeierjunge ist die Zeit bis Juli die empfindlichste. - © Land Salzburg
Der Nationalpark Hohe Tauern freut sich über Nachwuchs: Im Rauriser Krumltal (Pinzgau) ist Ende Februar ein Bartgeierküken geschlüpft. Es ist das fünfte Junge seit der Wiederansiedelung der Tiere im Jahr 1986.

Für die Bartgeier bedeutet der Nachwuchs allerdings “Stress”, die mittlerweile erfahrenen Eltern – auch die bisherigen vier Küken stammen von ihnen – müssen das Junge alle zwei Stunden füttern. Für den Nationalpark ist es ein tierisches “Glück”, denn der Schutz der Tiere hat oberste Priorität. “Entdeckt” hat man den jungen Bartgeier beim so genannten “Horstmonitoring”, also der Kontrolle der Brutplätze. Allerdings: Das Kleine ist noch “schüchtern”, liegt tief und gut geschützt in der Horstmulde.

Hubschrauber- und Drohnenverbot schützen Jungvogel

Für die Nationalparkverwaltung heißt das, die kommenden Monate den Brutplatz laufend zu kontrollieren und möglich Störeinflüsse zu vermeiden. Ab sofort sind deswegen Hubschrauber- und Drohnenflüge im Krumltal tabu. Die Wege in der Umgebung des Horstes dürfen nicht verlassen werden, Filmen und Fotografieren im Nestbereich ist ebenso verboten. Die Zeit bis Anfang Juli – ab dann sollte der Jungvogel flügge sein – ist die empfindlichste, hinsichtlich Störungen, die im schlimmsten Fall zum Abbruch der Fütterung führen können.

“Ab Sommer werden wir den Besucherinnen und Besuchern selbstverständlich ein eindrucksvolles Naturerlebnis rund um unsere Bartgeier im Nationalpark anbieten”, so LH-Stv. Astrid Rössler (Grüne).

Fünftes Bartgeierjunges seit 2010

Im Krumltal nahm 1986 das internationale und alpenweite Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers seinen Ausgang. Bis 2009 waren alle Jungvögel im Nationalpark Hohe Tauern aus Zuchtprogrammen von Zoos aus ganz Europa künstlich wieder angesiedelt. Erst 2010 – als es schon vielfach Wildbruten in anderen alpinen Schutzgebieten gab – kam es zur ersten erfolgreichen Brut im Nationalpark Hohe Tauern, und das wieder im Krumltal. Seither wurden von dem Paar in den Jahren 2010, 2011, 2014 und 2016 insgesamt vier wilde Junggeier großgezogen, heuer folgt der fünfte.

Verzicht auf bleifreie Munition soll für mehr Bestand sorgen

In den Hohen Tauern weist der Bestand eine hohe Fluktuation auf, einen hohen Verlust an Altvögel und eine hohe Sterblichkeit. Als Hauptfaktor wurden Bleivergiftungen identifiziert. Damit im Zusammenhang steht auch die gemeinsame Initiative der Nationalparkverwaltung und von Astrid Rössler zur Förderung der bleifreien Büchsenmunition, auch im gesamten internationalen Bartgeiermonitoringprojekt Beachtung gefunden hat.

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