Pizza soll UNESCO-Weltkulturerbe werden

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Ohne Pizza wäre Italien nicht Italien
Ohne Pizza wäre Italien nicht Italien
Pizza ist in Italien nicht nur ein Gericht, sondern ein Stück nationaler Kultur. Aus Furcht vor EU-Direktiven und dem Einfluss amerikanischer Fast-Food-Giganten wurde eine Kampagne mit dem Ziel gestartet, Pizza zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären. 30.000 Unterschriften wurden für dieses Anliegen bereits gesammelt.


Die Kampagne führt der aus Neapel stammende Ex-Landwirtschaftsminister Alfonso Pecoraro Scanio mit der Unterstützung namhafter Politiker, Künstler und Intellektueller. Zu den Unterstützern zählt wird der Gründer der internationalen “Slowfood”-Bewegung, Carlo Petrini. Die Petition kann auch der Plattform Change.org unterschrieben werden.

Zutaten, Herstellung und Eigenschaften des nationalen Gerichts sollen bis ins kleinste Detail definiert werden, um den Geschmack unverfälscht zu erhalten, verlangen die Initiatoren der Kampagne. Die Pizza-Bäcker drängen auf rein italienische Zutaten. Dabei muss auf die Qualität von Hefe, Paradeisern und frischem Mozzarella besonders geachtet werden. Genau bei 450 Grad im Ofen bekommt der Teigfladen seine einzigartige Konsistenz: In der Mitte weich und saftig, an den Rändern knusprig und braun, gerne auch ein bisschen angebrannt. “Der Holzofen ist fundamental”, behaupten Mitglieder des Verbandes der neapolitanischen Pizzabäcker.

Sieben Millionen Pizzen werden jeden Tag in Italien konsumiert, 35.000 Pizzerien gibt es im Land. Von dem Milliardengeschäft hängt immerhin eine Viertelmillion Arbeitsplätze ab. Neapel führt seit Jahren eine Kampagne zum Schutz der lokalen Pizza-Tradition. Seit 2010 genießt die “Pizza Napoletana” EU-weiten Schutz.

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