Polizei bekommt Geräte zur Suchtgifterkennung bei Fahrzeuglenkern

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Die Polizei kann ab Freitag auch Suchtgiftbeeinträchtigungen nachweisen.
Die Polizei kann ab Freitag auch Suchtgiftbeeinträchtigungen nachweisen. - © LPD Wien/Bernhard Elbe
Ab Donnerstag werden in allen Bundesländern Speichelvortestgeräte im Einsatz sein, die Suchtgifte wie Cannabis, Ecstasy, Opiate, Kokain und Amphetamine nachweisen können. Damit soll das Problem gelöst werden, dass Suchtgiftbeeinträchtigung bei Fahrzeuglenkern nur schwer nachweisbar sind.


Seit Jahren kämpft die Polizei mit dem Problem, Suchtgiftbeeinträchtigungen bei Fahrzeuglenkern nicht feststellen zu können. Aus diesem Grund erhielten die neun Landespolizeidirektionen jeweils ein Speichelvortestgerät zumDrogennachweis, die ab Donnerstag im Einsatz sind. Darüber informiert das Innenministerium in einer Aussendung.

55.620 Euro für neun Geräte

Die Kosten der neun Geräte, inklusive 2.700 Kits mit Teströhrchen, betrugen 55.620 Euro. Die dazugehörige Verordnung war bis 14. Februar 2017 in Begutachtung und wurde am 8. März 2017 von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) erlassen. “Die Polizei kann nun nicht nur Alkoholkonsum im Straßenverkehr feststellen, sondern auch Suchtgiftkonsum nachweisen”, sagte Sobotka. “Wer ein Fahrzeug lenkt, muss in der Lage sein, verantwortungsvoll am Steuer eines Fahrzeuges zu handeln”, so der Innenminister.

Suchtgifttest, dann Untersuchung beim Amtsarzt

Bisher mussten sich die Polizisten ganz allein auf das Erscheinungsbild der Fahrzeuglenker verlassen. Oft entstanden dabei Unsicherheiten, die dazu führten, dass eine Vorführung zur ärztlichen Untersuchung unterbliebe. “Nun soll dieses Gerät dieses Manko wettmachen”, meint Sobotka. Zeigt das Gerät Suchtgiftspuren im Speichel an, wird der Fahrzeuglenker zum Amtsarzt gebracht, der feststellt, ob der Lenker beeinträchtigt ist oder nicht. Die testenden Polizisten sind entsprechend der Verordnung speziell im Erkennen von Beeinträchtigungen und im Umgang mit dem Speichelvortestgerät geschult, bevor sie das neue Gerät einsetzen dürfen.

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