Seit 1. August werden Ortungsmöglichkeiten von Smartphones aktiv verwendet. Daher wird Smartphone-Besitzern geraten, sogenannte “Apps” zur Ortung des Gerätes zu installieren und aktivieren, so das Bundeskriminalamt. Findige Hersteller bieten schon seit längeren Ortungs-Apps für Mobiltelefone an. Damit können die meisten Smartphones, wie etwa das iPhone mittels der “iCloud”-Funktion “Mein iPhone suchen” problemlos geortet werden. “Die Initiative muss allerdings vom Geschädigten selbst ausgehen”, sagte BK-Sprecher Mario Hejl im Gespräch mit der APA. Das habe datenschutzrechtliche Gründe.
In Verbindung mit der Aktivierung, dem tatsächlichen Funktionieren der Ortung, die durch das Opfer eben selbst vorgenommen werden muss, der sofortigen Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion und einer Personenbeschreibung besteht nun die Möglichkeit der raschen Ausforschung der Täter. Die Polizei kann dann durch eine Sofortfahndung einschreiten. Dabei ist es auch möglich, dass Geschädigte aktiv an der “Jagd” teilnehmen und mit einem Streifenwagen mitfahren, um den Täter schließlich eindeutig identifizieren zu können.
Feldversuche haben laut BK gezeigt, dass eine derartige Ortung relativ genau ist. Ende August wurde so beispielsweise ein Dieb in Wien von der Innenstadt bis nach Hütteldorf verfolgt und festgenommen. Laut BK nimmt jede Polizeidienststelle in Österreich – falls das App aktiviert ist und es funktioniert – diesen Ermittlungsansatz wahr und geht ihm nach. “Insbesondere jugendliche Handydiebe sollen sich in Acht nehmen: Handyraub zahlt sich nicht aus”, sagte Hejl.