Polizei zieht Bilanz nach Halbfinale der Europa League

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Die Polizei war zum Europa-League-Spiel im Großeinsatz.
Die Polizei war zum Europa-League-Spiel im Großeinsatz. - © FMT-Pictures/MW/KJ
Das Halbfinalspiel der Europa League sorgte in Salzburg für einen Großeinsatz der Polizei. Schon bei der Einreise stellten die Beamten bei Fans von Olympique de Marseille Pyrotechnik, Messer und Suchtmittel sicher. In einem Gasthaus in der Innenstadt kam es zu Sachbeschädigungen, der Zugverkehr musste kurzfristig eingestellt werden und nach dem Spiel kam es zu einer Rauferei mit drei Verletzten. Die Polizei zieht Bilanz.

30.000 Besucher hatte man im Stadion erwartet, davon waren 1.500 Fans von Red Bull Salzburgs Gegner Olympique de Marseille. Die Französischen Fans reisten bereits am Nachmittag mit 18 Bussen und Autos in Salzburg an. Bereits bei der Einreise kontrollierten die Beamten mehrere Busse und stellten dabei zahlreiche Pyrotechnikgegenstände, Messer und Suchtmittel sicher. Insgesamt wurden 191 Feuerwerkskörper und Knaller beschlagnahmt.

Polizei begleitet Fanmarsch

Mehrere hundert französische Fans hielten sich am Nachmittag in Kleingruppen in der Salzburger Innenstadt auf. Im Gastgarten des Sternbräu in der Stadt Salzburg beschädigten tanzende Fans mehrere Stühle und Sessel, ansonsten ging es friedlich zu, berichtet die Polizei in einer Aussendung. Um kurz nach 17 Uhr startete der Fanmarsch von Olympique de Marseille in der Griesgasse über Mülln in Richtung Stadion.

Fans blockierten Gleise

Der Marsch wurde von Einsatzeinheit, Diensthunde, Verkehrspolizei und szenekundigen Beamten begleitet. Über allem kreiste der Polizeihubschrauber in der Luft. Vor allem zu Beginn des Marsches zündeten die Fans einiges an Pyrotechnik, auch während dem Marsch rauchte es immer wieder. Auf dem Weg ins Stadion beschädigten Fans einen Zaun in Salzburg-Lehen. Zirka 20 Personen gingen auf die Gleiskörper im Bereich der Guggenmoosstraße/Rudolf-Biebl-Straße, der Zugverkehr musste kurzfristig eingestellt werden. Nach 20 Minuten verließen die Fans die Gleise ohne weitere Zwischenfälle, die Sperre wurde um 18.20 Uhr wieder aufgehoben.

In Wals (Flachgau) traf die Polizei vier Fans mit Pyrotechnik an und beschlagnahmte diese. Gegen 19.15 Uhr ist der Fanmarsch beim Stadion ohne weitere Zwischenfälle eingetroffen.

Drei Verletzte bei Rauferei

Während dem gesamten Einsatz stellte die Polizei die Identität von 271 Personen fest. Mehrere Personen werden etwa wegen Störung der öffentlichen Ordnung und dem Einsatz von Pyrotechnik angezeigt. Zehn Anzeigen erwarten Fans wegen des Besitzes von Suchtmittel. Während dem Match zündeten die Fans im französischen Sektor weiterhin Pyrotechnik. Nach dem Spiel wurden bei einer Rauferei unter 20 Französischen Fans drei Personen verletzt.

Auch die deutsche Bundespolizei kontrollierte auf der A93 mehrere Busse der Marseille-Fans. Bei acht Personen fanden die Beamten Drogen, außerdem beschlagnahmten sie ebenfalls verbotene Böller, bengalische Fackeln sowie Rauch- und Feuerwerkskörper. Zwei Anzeigen wegen Verstoßes des Sprengstoffgesetzes wurden erstattet, berichtet die Polizei in einer Aussendung.

(SALZBURG24/APA)

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