Auto rammte auf Champs-Elysees Polizeiwagen und detonierte

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Die Ermittler gehen von einem Angriff und nicht von einem Unfall aus.
Die Ermittler gehen von einem Angriff und nicht von einem Unfall aus. - © AFP/Thomas Samson
Nach einer Autoattacke auf einen Kleinbus der Gendarmerie im Herzen von Paris haben die Behörden Ermittlungen wegen Terrorverdachts aufgenommen. Ein Mann hatte am Montag auf dem Prachtboulevard Champs-Elysees mit seinem Wagen den Bus gerammt, sein Auto ging danach in Flammen auf.

Der mutmaßliche Angreifer sei tot, berichtete Innenminister Gerard Collomb am Nachmittag. Weder Sicherheitskräfte noch Passanten wurden verletzt. Die Champs-Elysees sind eine beliebte Touristenmeile mit vielen Geschäften. Erst am Sonntag hatten die Franzosen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ihr neues Parlament gewählt.

31-Jähriger war Behörden bekannt

Der 31-Jährige sei den Sicherheitsbehörden bekanntgewesen, berichtete der Sender BFMTV. Innenminister Collomb sprach an Ort und Stelle von einem “versuchten Anschlag”. In dem Auto seien Waffen und Explosivstoffe gefunden worden. Nach Medienberichten hatte der Mann mindestens eine Gasflasche, ein Kalaschnikow-Gewehr sowie Faustfeuerwaffen in dem Fahrzeug dabei.

Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, es kam zu einem Verkehrschaos. Ein bekanntes Ausstellungsgebäude, das Grand Palais, wurde laut Medienberichten geschlossen.

Mann am Champs-Elysees aus Auto geholt

Fernsehbilder zeigten, wie das Auto des Angreifers unmittelbar nach dem Zusammenprall in Flammen aufging. Zu sehen war, wie die Gendarmen sofort zu dem brennenden Wagen liefen, um die gelblichen Flammen zu ersticken. Die Gendarmen hätten den Mann aus seinem Auto herausgeholt, berichtete eine Polizeisprecherin. Sprengstoffexperten waren zur Stelle.

Frankreich: Häufige Attacken auf Sicherheitskräfte

In Frankreich häufen sich die Attacken auf Sicherheitskräfte. Erst im April hatte ein 39 Jahre alter Gewalttäter auf den Champs-Elysees Polizisten angegriffen und den Beamten Xavier Jugele getötet. Anfang des Monats war ein radikalisierter 40-Jähriger vor der weltbekannten Kathedrale Notre-Dame mit einem Hammer auf Polizisten losgegangen.

Collomb sagte mit Blick auf den neuen Angriff auf den Champs-Elysees, der Angriff habe den Sicherheitskräften gegolten. Das Maß der Bedrohung im Land sei “extrem hoch”.

Terror: Ausnahmezustand soll bis November dauern

Er erinnerte daran, dass die Regierung am Mittwoch ein Gesetz vorlegen will, um den terrorbedingten Ausnahmezustand bis Anfang November zu verlängern. Darüber hinaus gibt es ein neues Sicherheitsgesetz. Frankreich wird seit zweieinhalb von einer beispiellosen islamistischen Terrorwelle erschüttert. Fast 240 unschuldige Menschen wurden dabei aus dem Leben gerissen.erheitskreise hatten bestätigt, dass es keine Verletzten gegeben habe. Zunächst hatte es geheißen, der Autofahrer sei festgenommen worden.

(APA/ag.)

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