Die vermisste 31-Jährige könnte womöglich ermordet worden sein. - © Polizei Salzburg
Da im angeblichen Urlaubsquartier auf Rab, wo die Abgängigkeitsanzeige erstattet wurde, gar keine DNA-Spuren der Frau gefunden wurden, schließt die bayerische Polizei nicht aus, dass sie bereits unterwegs getötet worden ist. Die Familie hatte sich nämlich bei der Anreise wegen einer Autopanne vier Tage im Raum Flachau (Pongau) aufgehalten. Verdächtigt wird deren Mann, berichtet die “Kronen Zeitung” in ihrer Dienstag-Ausgabe.
Zur Vorgeschichte: Die Familie aus Bayern mit zwei Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren war am 4. Juni Richtung Adria aufgebrochen. Wegen technischer Probleme am Fahrzeug musste sie dann im Raum Radstadt/Flachau für vier Tage einen ungeplanten Zwischenstopp einlegen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Am 10. Juni ging die Reise schließlich weiter. Zwei Tage später erstattete der 34-jährige Ehemann Anzeige, dass seine Frau von einem Strandspaziergang nicht zurückgekehrt sein.
Als der Mann noch während der Suchaktion die Heimreise antrat, wurden die Ermittler laut dem Zeitungsbericht stutzig. Die Frau wurde am Urlaubort offenbar von niemandem gesehen, im Quartier wurden weder Fingerabdrücke noch DNA von ihr gefunden, und auch auf den Videobändern der Grenzstelle ist sie nicht zu sehen. Seine Frau sei krank gewesen und deshalb im Wagen gelegen, lautete die Erklärung des 34-Jährigen.
Dass nun im Pongau mit Spürhunden und Hubschrauber nach der Frau gesucht wird, wie es im Zeitungsbericht weiter heißt, erklärte der Leiter des Landeskriminalamtes Salzburg, Albert Struber, am Montagabend gegenüber der APA, dass schon in der Vorwoche gesucht worden sei, von der Frau fehle aber weiterhin jede Spur. Zurzeit würden aber Ermittler noch Befragungen in der Region durchführen, weil die Frau sich dort schon früher einmal aufgehalten habe.
(APA)