Auf der A1 bei Bergheim waren 2011 die meisten Lkw in Salzburg unterwegs. - © Bilderbox
Der VCÖ hat österreichweit 72 Zählstellen der Asfinag analysiert. Auf der Westautobahn bei Haid fuhren im Vorjahr jeden Werktag 16.820 Lkw, so viele wie an keinem anderen Ort in Österreich.
In Salzburg ist der Lkw-Verkehr im Jahr 2011 unterschiedlich gestiegen. Auf der A1 bei Siezenheim wurde eine Zunahme um fünf Prozent registriert, auf der A10 gab es ein Plus von 2 bis 3,6 Prozent, so die VCÖ-Untersuchung.
A1 Bergheim: 9.756 Lkw pro Tag (plus 0,8 Prozent)
A1 Siezenheim: 8.399 Lkw pro Tag (plus 5 Prozent)
A10 Anif: 7.924 Lkw pro Tag (plus 2,3 Prozent)
A10 Hallein: 6.525 Lkw pro Tag (plus 2,5 Prozent)
A10 Ofenauer-Tunnel: 5.999 Lkw pro Tag (plus 2 Prozent)
A10 Werfen: 5.626 Lkw pro Tag (plus 2,4 Prozent)
A10 Niedernfritz: 5.196 Lkw pro Tag (plus 2 Prozent)
A10 Zederhaus: 3.802 Lkw pro Tag (plus 3,6 Prozent)
Quelle: Asfinag, VCÖ 2012
Damit nach Ende der Krise keine neuen Lkw-Lawinen losgetreten werden, sind jetzt die nötigen Maßnahmen zu setzen. “Wirtschaftswachstum ohne Zunahme des Verkehrsaufwandes ist möglich. Der Gütertransport muss effizienter werden, die Leerfahrten sind zu verringern. Durch mehr betriebliche Gleisanschlüsse kann der Gütertransport viel stärker auf die Schiene verlagert werden”, betont VCÖ-Expertin Urbanek.
Der VCÖ fordert einen Autobahnbaustopp, da der Verkehr deutlich hinter jenen Prognosen liegt, die den Neubauprojekten zugrunde liegen. Das bringt eine Budgeteinsparung von sechs bis sieben Milliarden Euro. “Anstatt im Gesundheits-, Bildungs- oder Sozialbereich Einsparungen zu machen, ist es vernünftiger, beim Autobahnbau zu sparen”, so VCÖ-Expertin Urbanek.