ARBÖ: Falscher Skitransport kann teuer werden

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ARBÖ: Falscher Skitransport kann teuer werden
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Temperaturen um die 0 Grad Celsius-Marke und fabelhafte Schneepisten sind die besten Voraussetzungen für fantastisches Wintervergnügen in den Semesterferien. Auf den Transport der Ausrüstung für das langersehnte Skivergnügen, sollte das Auto vor der Fahrt aber richtig vorbereitet werden. Denn wenn das nicht passiert, kann das sehr teuer werden. Hier finden alle Autofahrer wertvolle Tipps.

Winterurlauber sollten darauf verzichten Ski oder Snowboards im Fahrzeug zu transportieren, auch wenn das Platzangebot in SUVs, Vans, und Kombis oft ausreichend ist. Aus Sicherheitsgründen gehören die Sportgeräte in ein entsprechendes Trägersystem aufs Dach. Im Innenraum sollten die Sportgeräte nur dann befördert werden, wenn auch eine entsprechende Durchreiche vorhanden ist. Aber Vorsicht: „Die messerscharfen Kanten der Bretter können bei einem Unfall zu lebensgefährlichen Geschoßen werden“, so ARBÖ-Sprecherin Renate Eschenlohr. „Dabei besteht bei einer Notbremsung zusätzlich große Verletzungsgefahr für sämtliche Insassen“ so der ARBÖ weiter. Auch gesetzlich kann es zu Problemen führen. Bei unsachgemäßem Transport winkt nicht nur eine Vormerkung im Punktesystem, zudem sieht das Gesetz eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro vor.

Dachboxen bringen Vorteile für den Autofahrer

Richtig montiert und eingeräumt sind Skiträger oder Dachboxen nicht nur sicher, sondern auch äußerst praktisch. Dadurch, dass die Ausrüstung keinen Stauraum im Wagen wegnimmt bietet sich hier mehr Platz für Gepäck und Mitreisende. Bei neuen Fahrzeugmodellen ist meist eine Vorkehrung für die Montage des Grundträgers vorgesehen. Lediglich bei Fahrzeugen die keine Montagemöglichkeit in Form von Halterungen oder einer Dach Reling haben, wird der Grundträger entweder an der Regenrinne oder mit Klemmen im Türrahmen montiert. Dabei gilt: Finger weg von selbstentworfenen Befestigungen.

Checken, checken, checken

Für welche Variante sich Wintersportbegeisterte auch entscheiden – der ARBÖ empfiehlt grundsätzlich, dreimal zu überprüfen, dass alles fest sitzt: vor dem Beladen, nach dem Beladen, und dann nochmals nach ca. 20 Kilometern Fahrt. Gegebenenfalls müssen die Halterungen des Trägers, der Box oder auch Spanngurte nachgezogen werden.

Unbedingt Luftdruck in Reifen anpassen!

Zu beachten gilt weiters, dass durch beide Trägersysteme der Treibstoffverbrauch steigt. Grund dafür ist der höhere Luftwiderstand, aber auch das höhere Gewicht. Daher sollte vor Fahrtantritt der Luftdruck in den Reifen angepasst werden, wie ARBÖ-Betriebsleiter Georg Ringerthaler ausführt: „Schwere Beladung, aber auch die teils sehr tiefen Temperaturen können den Luftdruck verändern. Dieser sollte daher unbedingt angepasst werden.“ Auch, um beste Bremseigenschaften zu haben, denn durch die zusätzliche Beladung verändert sich das Fahr- und Bremsverhalten.

Dachbox vs. Skiträger: Vor- und Nachteile im Überblick

Dachbox oder Skiträger ist nun oft die Frage. Der ARBÖ hat einige Fakten zusammengestellt um sich besser zu Recht zu finden:

Dachbox

Vorteile der Dachbox:

  • wesentlich mehr Platz für Gepäck, dadurch mehr Platz für Mitreisende
  • Ski oder Snowboards gut und sicher transportierbar
  • die Ladung ist sicher und gut geschützt

Nachteile der Dachbox:

  • höhere Anschaffungskosten
  • höherer Treibstoffverbrauch

Skiträger

Vorteile von Skiträgern:

  • einfach zu montieren
  • können platzsparend aufbewahrt werden
  • Anbringung auf Grundträgern oder via Magnetsystem

Nachteile von Skiträgern:

  • kein zusätzlicher Stauraum für Gepäck
  • höherer Treibstoffverbrauch

Es empfiehlt sich, professionelle Beratung für das richtige Trägersystem einzuholen. Nicht jeder Dachträger ist für jedes Fahrzeug geeignet. Wichtig ist auch zu beachten, dass jedes Trägersystem die Fahrzeughöhe massiv beeinflusst und dadurch kann es möglicherweise zum Beispiel bei Einfahrten (Garage) zu Problemen kommen. Auch wer den Autoreisezug als Verkehrsmittel wählt, sollte sich vorab unbedingt über die Transportbestimmungen informieren.

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