Das muss in eure Reiseapotheke

Vor Reiseantritt muss die Reiseapotheke gepackt werden. (Symbolbild)
Vor Reiseantritt muss die Reiseapotheke gepackt werden. (Symbolbild) - © APA/BARBARA GINDL
Mit den Sommerferien beginnt für viele auch der wohlverdiente Urlaub. Auch, wenn hoffentlich nur Spaß und Erholung auf dem Plan stehen, sollte man nicht unvorbereitet auf Reisen gehen. Schon die kleinste Erkrankung kann den Traumurlaub zunichte machen. Diese Dinge sollten deshalb in eurer Reiseapotheke nicht fehlen.

Die Ausstattung der Reiseapotheke hängt stark vom jeweiligen Urlaubsland ab, je nach Ziel sollte man sich beim Arzt des Vertrauens deshalb nochmals gesondert informieren. Es gibt aber eine Grundausstattung, die an jedem Ferienziel nützlich sind. Apothekerkammer sowie das Zentrum für Reisemedizin empfehlen, die Medikamente unbedingt vor Reiseantritt in Österreich zu kaufen. Die Gefahr von Medikamentenfälschungen sei im Ausland extrem hoch. Außerdem sollte man nur Medikamente ins Ausland mitnehmen, über deren Wirkung man Bescheid weiß und die bereits zuvor ohne Probleme eingenommen worden sind.

Reiseapotheke: Die Grundausstattung

Folgende Medikamente gehören zur Grundausstattung der Reiseapotheke:

  • Medikamente gegen Schmerzen und Fieber
  • Medikamente bei Husten und Schnupfen (abschwellende Nasensprays erleichtern zudem den Druckausgleich bei Flugreisen)
  • Medikamente bei Mund- und Rachenentzündungen
  • Medikamente gegen Durchfall, Elektrolytmischungen, Präparate zur Wiederherstellung der Darmflora
  • Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen oder Verstopfung
  • Medikamente gegen Reiseübelkeit
  • Antiallergika
  • Augentropfen gegen trockene Augen und Bindehautentzündung
  • Ohrentropfen
  • Anti-Mücken-Mittel und Abhilfe bei Insektenstichen
  • Desinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe
  • Medikamente gegen Sportverletzungen, Kühlkompressen
  • Sonnenschutzmittel, After-sun-Präparate
  • Fieberthermometer
  • Verbandsmaterial (aluminisierter Verbandmull bei Verbrennungen, elastische Binden, Heftplaster)
  • Schere, Pinzette, Einmalhandschuhe, Blasenpflaster
  • Dauermedikation, z.B. Verhütungsmittel

Formulare für Spritzen und Nadeln nicht vergessen

Außerdem sollten medizinische Dokumente eingepackt werden. Dazu gehören der Impfpass sowie Diabetikerausweis, Allergiepass oder Notfallpass bei Patienten unter Antikoagulantientherapie. Benötigen Patienten regelmäßig Spritzen oder Nadeln für ihre Medikation, empfiehlt es sich ein mehrsprachiges Formular mitzuhaben, damit es am Flughafen und beim Zoll zu keinen Problemen kommt. Das gleiche gilt für Menschen mit metallischen Prothesen oder Herzschrittmachern.

Zusätzliche Ausstattung für besondere Bedürfnisse

Kinder oder Reisende mit chronischen Krankheiten brauchen zusätzlich zur Grundausrüstung auch spezieller Medikamente. Diese sollten vor Reiseantritt unbedingt nochmals mit dem Arzt besprochen werden. Bei Flugreisen sollte Medikamente außerdem auf Hand- und eingechecktes Gepäck aufgeteilt werden. Lebenswichtige Medikamente sollten immer im Handgepäck transportiert werden. Beachtet, dass es im Laderaum eines Flugzeuges oft Minustemperaturen hat, das vertragen nicht alle Medikamente.

Reisen mit Kindern:

  • Fiebersenkende Mittel als Zäpfchen oder Saft
  • Elektrolytpräparate bei Durchfall und Erbrechen
  • Mikroklistiere gegen Verstopfung
  • Kindergerechter Insekten- und Sonnenschutz

Checkliste für Diabetiker:

  • Insulinvorräte und/oder Tabletten
  • Spritzen oder Pen mit Zubehör
  • Material zur Selbstkontrolle
  • schnell und langsam resorbierbare Kohlenhydrate (Traubenzucker/ Saft + Brot)
  • Adressen von Diabetikerzentren
  • Kohlenhydrataustauschtabelle
  • bequeme Schuhe und Fußpflegemittel
  • Sonnenbrille bei greller Sonne

Impfungen rechtzeitig vor dem Urlaub erledigen

Je nach Urlaubsland werden verschiedene Impfungen empfohlen, vor allem im asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Raum benötigt ihr oft zusätzliche Impfungen. Zusätzliche Informationen dazu bekommt ihr bei eurem Hausarzt. Eine Übersicht zu notwendiger Prophylaxe gibt es HIER. Achtet darauf, dass Impfstoffe teilweise länger brauchen, bis eine Immunisierung besteht oder es Mehrfachimpfungen braucht. Deshalb früh genug mit der Planung beginnen. Infos und Impfungen bietet auch die Landessanitätsdirektion.

 

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