Landtagswahl: Salzburger FPÖ präsentiert Landesliste: Diskussion um Burschenschafter

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Landesparteichefin Marlene Svazek präsentierte am Montag die Kandidatenliste für die Landtagswahl.
Landesparteichefin Marlene Svazek präsentierte am Montag die Kandidatenliste für die Landtagswahl. - © FPÖ Salzburg
Früher als nach eigenen Angaben geplant hat die FPÖ am Montag die Listen für die Landtagswahl am 22. April präsentiert. Denn nun hat die Diskussion über Burschenschaften bei der Listenerstellung im Bezirk Tennengau auch Salzburg erreicht. “Es geht nicht darum, ob jemand Burschenschafter ist, sondern um eine gute Mischung und die besten Leute”, sagte Parteichefin Marlene Svazek.


Auslöser war ein Zwist im Tennengau: Dort beklagte sich in der Vorwoche der langjährige FPÖ-Funktionär Anton Zuckerstätter, dass ihm der erste Listenplatz versprochen worden sei. Doch dann sei ihm mit Reinhard Rebhandl ein Burschenschafter vorgezogen worden. “Ich will mit Burschenschaftern nichts zu tun haben.” Doch diese würden nun in der FPÖ den Ton angeben, beklagte Zuckerstätter zuletzt in den “Salzburger Nachrichten“.

Svazek spricht von “Jagd auf Menschen”

Die Berichterstattung sei “fast schon zu einer Jagd auf Menschen” geworden, wenn man nach vermeintlichen Burschenschaftern suche und diese vor den Vorhang zerre, sagte dazu Svazek. Es gebe auch niemanden in der Salzburger FPÖ, der im Hintergrund die Fäden ziehe: Sie stehe an der Spitze der Landespartei, sei 25, eine Frau und treffe die Entscheidungen. Außerdem habe es auch in der Vergangenheit nie Diskussionen um Burschenschaften gegeben. Auch unter ihrem Vorgänger Karl Schnell seien Mitglieder von Verbindungen dabei gewesen, sogar in der Landesregierung.

Und zur Untermauerung, dass nicht die Burschenschaft in Salzburg das Heft in die Hand genommen hätten: Auf den ersten 20 Plätzen der Landesliste befände sich mit Rebhandl ein Burschenschafter, mit Andreas Schöppl ein Mitglied einer Landsmannschaft und mit Volker Reifenberger ein Corpsstudent. Ihr persönlich sei es egal, ob jemand Burschenschafter ist oder nicht. Für sie zähle nur “der Charakter, die Fähigkeiten und der Mensch an sich”.

FPÖ Salzburg strebt bei Landtagswahl 20-Prozent-Hürde an

Ziel für die Wahl ist laut Svazek das Überspringen der 20-Prozent-Marke, “das wäre unser historisch bestes Ergebnis”. Sollte sich Schwarz-Grün rechnerisch nicht mehr ausgehen, “dann wird die ÖVP nach Alternativen suchen müssen”. Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ strebt sie also an. Dann würde sie auch ihre Funktion als Generalsekretärin der Bundespartei wieder abgeben. Ob sie dieses Amt auch für den Fall aufgibt, dass sie zwar Klubobfrau, nicht aber Mitglied der Landesregierung werde, könne sie jetzt noch nicht sagen. Aus dem Nationalrat werde sie aber nach der Landtagswahl ausscheiden.

Svazek führt Landes- und Bezirkslisten an

Svazek führt die Landesliste und auch alle Bezirkslisten an. Auf der Landesliste folgen ihr Hermann Stöllner aus dem Flachgau, Andreas Schöppl (Stadt), Karin Berger (Pinzgau), Ernst Lassacher (Lungau), Reinhard Rebhandl (Tennengau), Volker Reifenberger (Stadt), Andreas Teufl (Flachgau) und Marlies Steiner-Wieser (Stadt).

An der Spitze der Bezirksliste in der Stadt stehen hinter der Parteichefin Steiner-Wieser, Schöppl und Reifenberger, im Flachgau Stöllner, Teufl und Hans Költringer und im Tennengau Rebhandl und Christian Lamprecht. Im Pongau sind dies Alexander Rieder und Nationalratsabgeordneter Christian Pewny, im Pinzgau Karin Berger und Markus Hüttenmeyer sowie im Lungau Ernst Lassacher und Petra Krznar.

(APA)

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