20. Februar 2012 08:13; Akt.: 20.02.2012 08:36

Lawinengefahr in Salzburg erheblich

Die Lawinengefahr im Bundesland Salzburg ist erheblich! Die Lawinengefahr im Bundesland Salzburg ist erheblich! - © APA/Barbara Gindl
Die Lawinengefahr bleibt auch am Montag erheblich. Bereits das Gewicht eines einzigen Wintersportlers könne eine Lawine auslösen, meldet der Lawinenwarndienst des Landes Salzburg (www.lawine.at) Montagfrüh.
Korrektur melden

SALZBURG24.at

Im Bundesland Salzburg ist die Lawinensituation am Montag nach wie vor kritisch. Bestand in der Vorwoche überwiegend noch große Lawinengefahr (Stufe vier der fünfteiligen Skala), wurde die Warnstufe auf “drei” und somit auf “erheblich” herabgestuft. Experten des Lawinenwarndienstes zufolge konnte es aber immer noch zu spontanen Abgängen kleinen bis mittleren Ausmaßes kommen.

Lawinengefahr: Größte Vorsicht abseits der Pisten

Für Wintersportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind, ist größte Vorsicht geboten. Gerade bei Lawinenwarnstufe “drei” passieren die meisten Lawinenunfälle. Der Neuschnee am Sonntag viel mit nur wenig Wind, allerdings rutscht er vor allem in den Hochlagen der Hohen Tauern auf dem Windharschdeckel sehr leicht ab. Von Mittwoch bis Freitag hat Sturm aus West bis Nordwest für teils mächtige und sehr untypische Triebschneeansammlung gesorgt. Dieser kam oft auf einer ungünstigen Unterlage zu liegen und somit sind Schneebretter leicht auszulösen, ist auf der Homepage www.lawine.at zu lesen.

Bergrettung Salzburg fordert mehr Lawinen-Infos

Nachdem in den vergangen Tagen mehrere Wintersportler verschüttet wurden, am Sonntag sogar ein Snowboarder nach einem Lawinenabgang verstarb, fordert die Salzburger Bergrettung eine Aufklärungs-Kampagne über Lawinen.

Müller: Problem nicht totschweigen

Wie Estolf Müller, oberster Bergretter im Land Salzburg, im APA-Gespräch erklärte, könnte dies entscheidend dazu beitragen, die Zahl von Verschütteten und in Bergnot geratenen Wintersportlern zu senken. “Leider scheint die Tourismus-Wirtschaft daran nicht interessiert. Man glaubt, damit zahlende Gäste abzuschrecken. Aber gerade dieses Wochenende mit den unzähligen Einsätzen der Bergretter beweist einmal mehr, dass man das Problem nicht totschweigen kann”, argumentierte Müller.

Mehr Infos für Touristen über Lawinengefahr

Müller schlägt vor, Info-Blätter in Ski-Verleih-Geschäften, Hotels und Lift-Kassen nicht nur aufzulegen, sondern den Leuten in die Hand zu drücken. Via I-Pods könne ebenso informiert werden wie mit Videos über Lawinen und Lawinenwarnstufen. Auch die Gondeln seien für Audio-Informationen über die vielen Gefahren in den Bergen geeignet, so der Bergrettungs-Chef. “Sämtliche Informationen müssten natürlich in alle relevanten Sprachen übersetzt werden, sonst erreicht man viele in den Bergen besonders unerfahrene Gäste nicht. Aber allein die Übersetzungen übersteigen die Finanzkraft der ausschließlich aus Freiwilligen bestehenden Bergrettung.”

Information, keine “Angstmache”

Müller sagte, aufzuklären sei die Pflicht des Fremdenverkehrs. “Uns geht es nicht um Angstmache, wie Vertreter der Tourismuswirtschaft immer wieder sagen. Im Gegenteil, Aufklärung gibt den Urlaubern das Gefühl, dass man sich um ihre Sicherheit kümmert. Die unvermeidbaren Negativschlagzeilen über Lawinenopfer sind für mich jedenfalls viel schlimmer,” sagte der Salzburger Bergretter und erneuerte die Bereitschaft der Bergrettung, gemeinsam mit dem Fremdenverkehr Aufklärungs- und Informations-Kampagnen zu erarbeiten.

Ausrüstung der Tourengeher meist sehr gut

Die Ausrüstung der meisten Variantenfahrer und Tourengeher sei mittlerweile erstaunlich gut, so Müller weiter. “Es ist bemerkenswert, wie viele Leute bereits Airbag-Rucksäcke, Lawinen-Piepser und Schaufeln mit auf ihren Touren haben. Aber das hebt die tatsächliche Sicherheit nur bedingt. Denn mit der Qualität der Ausrüstung steigt die Risikobereitschaft. Immer wieder beobachten wir, dass technisch gut ausgerüstete Bergsportler auch entsprechend mehr riskieren.” (APA/S24)



Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

Pongau.
salzburg24.at

Livebilder
Di 29Prognose, Dienstag, 29. Juli 2014: : 24°C24°C Mi 30Prognose, Mittwoch, 30. Juli 2014: : 21°C21°C Do 31Prognose, Donnerstag, 31. Juli 2014: : 23°C23°C



Suche in Pongau

Suche filtern


  • Geburten
  • Hochzeiten
  • Taufen
  • Vereinsnachricht
  • Schulnachricht

  • Zeitspanne


Newsletter in Ihrem Postfach
Alle Neuigkeiten,
Ereignisse und Fotos - einmal pro Woche!
Anmelden

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als SALZBURG24.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Anmelden oder Registrieren
um Profile zu verknüpfen

{username} registrieren Sie sich jetzt neu auf VOL, um Ihr Facebook-Profil mit einem neuen Benutzer zu verknüpfen ODER klicken Sie auf Anmelden wenn Sie bereits einen VOL-Benutzer haben.


muss eine gültige E-Mail-Adresse sein


Bitte max. 32 Zeichen verwenden


Mindestens 6 Zeichen





Sie haben bereits einen VOL-Benutzer? Anmelden

Bestehendes VOL-Profil verknüpfen

melden Sie sich mit Ihrem VOL-Benutzer an ODER klicken Sie auf Neu Registrieren .


Passwort vergessen

Sie haben noch keinen VOL-Benutzer? Neuen Benutzer registrieren