Salzburgs beste Unternehmen ausgezeichnet

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Die Sieger des Salzburger Wirtschaftspreises.
Die Sieger des Salzburger Wirtschaftspreises. - © WKS
Zum zehnten Mal wurde am Dienstag im WIFI Salzburg der WIKARUS – Salzburger Wirtschaftspreis vergeben. Die Lungauer Firma Samson Druck darf sich über den Sieg in der Kategorie “Unternehmen des Jahres” freuen. Weitere Sieger sind: Linsinger ZT GmbH (Kategorie „Innovation“) und JK Design (Kategorie „Unternehmensgründung“). KommR Heinrich Spängler wurde für sein unternehmerisches Lebenswerk ausgezeichnet.

Der Salzburger Wirtschaftspreis wird von WKS und Land Salzburg getragen und von den Partnern Salzburger Sparkasse, Salzburger Nachrichten und dem ORF-Landesstudio unterstützt. Zwei hochkarätige Jurys haben aus den fast 100 Einreichungen in den drei Kategorien jeweils fünf Unternehmen nominiert. Die Sieger sind die Samson Druck GmbH (Katgorie „Unternehmen des Jahres“),

Samson Druck GmbH ist Unternehmen des Jahres

In der Kategorie „Unternehmen des Jahres“ wurden in erster Linie die Erfolge des vergangenen Jahres, die Innovationskraft, die Unternehmenskultur und die regionale Bedeutung der teilnehmenden Betriebe bewertet. Dabei erzielte die Samson Druck GmbH aus St. Margarethen die höchste Zustimmung in der Jury. Der Lungauer Leitbetrieb schloss 2017 die Fusion mit der Firma Data Print aus der Stadt Salzburg ab, sicherte so den Betriebsstandort ab und zählt damit zu den größten Druckereien Österreichs. Die Digitalisierung hat man bereits sehr früh als Chance verstanden, mit Innovationen gepunktet und immer wieder klug investiert. So hat man um mehrere Millionen eine neuartige Bogen-Offset-Druckmaschine angeschafft, die im vergangenen Jahr in Betrieb ging. Eine Technologie, die bei Samson Druck erstmals weltweit zum Einsatz gekommen ist. Zudem wurde der gesamte Betrieb 2017 auf Ökostrom umgestellt. Umwelt- und CSR-Zertifizierung veranschaulichen den verantwortungsvollen Managementansatz des Unternehmens. Dass man sich in einer hart umkämpften Branche durchsetzen konnte, liegt laut Firmenchef Gerhard Aichhorn daran, dass der Betrieb nach „kaufmännischen Gesichtspunkten geführt werde, was in der Branche nicht immer der Fall sei“. Ein weiterer Erfolgsfaktor seien die motivierten Mitarbeiter. Mit 110 Beschäftigten zählt Samson Druck zu den wichtigsten Arbeitgebern im Lungau. Fast 80 Lehrlinge wurden seit der Firmengründung im Jahr 1978 ausgebildet. Zum 40-Jahr-Jubiläum erhielt Samson Druck vor kurzem das Landeswappen verliehen.

Den zweiten Platz belegte IMLAUER Hotels & Restaurants aus der Stadt Salzburg. 1999 haben Georg und Ingrid Imlauer die IMLAUER HOTELS & RESTAURANTS gegründet. Mit 500.000 Schilling Anfangskapital und der Übernahme der Pacht für das Hotel und Restaurant Stieglbräu sowie dem Stieglkeller hat die Erfolgsgeschichte begonnen. Heute zählen fünf Hotels in Wien und Salzburg mit 500 Betten und 2.000 Restaurantsitzplätzen sowie 270 Mitarbeitern zu IMLAUER. 2017 war mit 25,7 Mill. € Umsatz das erfolgreichste Jahr in der 20-jährigen Firmengeschichte.

Platz drei ging an die AXESS AG aus Anif. Der Spezialist für Zutrittssysteme konnte im vergangenen Jahr äußerst erfolgreich im asiatischen Raum expandieren und hat seit kurzem eine eigene Niederlassung in China. Der langjährige Partner und Marktführer für Zugangsmanagement in China, Oudao Vast Knowledge CO, wurde mehrheitlich übernommen. Namhafte Skiresorts, Freizeitparks und Museen in China und Japan wurden bereits mit der Technologie aus Anif ausgestattet. Zudem ist es mit Resort Solutions 4.0 gelungen, sich vom Anbieter eines Ticketing- und Zugangssystems zu einem Anbieter von Resort-Lösungen zu entwickeln.

Nominiert waren außerdem die Alumero Systematic Solutions GmbH aus Seeham, Spezialist für maßgeschneiderte Lösungen aus Aluminium, und die Geislinger GmbH aus Hallwang, deren Schwerpunkt auf Antriebstechnik für großen Motoren liegt.

Preise für beste beste Innovation

Innovationsgrad, unternehmerische Leistung und Auswirkungen des neuen Produktes bzw. der Dienstleistung auf den Markt. Das waren einige der Kriterien, die die Jury in der Kategorie „Innovation“ bewertet hat. Mit der Verbindung von Drohnentechnologie, hochauflösenden Kameras mit einer eigens entwickelten Software hat die Linsinger ZT GmbH aus St. Johann eine völlig neue Dimension in der Vermessung eröffnet. Das Unternehmen ist Weltmarktführer in der Kulturgutvermessung von historischen Gebäuden und Objekten mit High-Tech-Equipment. Das kalibrierte 4-D-Flächenmonitoring ermöglicht die Messung von ganzen Flächen in einer weltweit einzigartigen Genauigkeit. Aus bis zu 100.000 hochauflösenden Einzelfotos werden millimetergenaue Modelle erstellt.

Den zweiten Platz sicherte sich die Watlow Plasmatech GmbH aus Kuchl. Mit der Produktplattform Fluent hat Watlow Plasmatech eine völlig neue Generation von elektrischen Durchlauferhitzern entwickelt. Dank der Thermal-Spray-Schichttechnologie können die neuen Geräte im Vergleich zu den herkömmlich gewickelten Heizleiterdrähten, wie man sie von Waschmaschinen und Geschirrspülern kennt, um einiges leichter und robuster gebaut werden. Gewicht und Abmessung können um bis zu 90% sowie der Energieverbrauch markant reduziert werden. Aufgrund des Erfolgs der Neuentwicklung wurde die Europazentrale des Konzerns von Deutschland in den Tennengau verlegt.

Auf dem dritten Platz landete die Ramsauer & Stürmer Software GmbH aus Bergheim. ERP-Systeme zur Steuerung von Geschäftsprozessen sind derzeit meist in sich geschlossen und auf den jeweiligen Betrieb eingeschränkt. Wenn etwa ein Produktionsbetrieb mit Subfirmen oder Lieferanten zusammenarbeitet, stoppen der Datenfluss und die Prozessabwicklung meist an der Firmengrenze. Mit der ERP4Cloud ist es den Softwareexperten gelungen, dieses Problem zu lösen. Bei Ramsauer & Stürmer rechnet man sich damit auf dem hart umkämpften Markt große Wettbewerbsvorteile aus.

Nominiert waren außerdem: Die Pharmgenetix GmbH aus Anif, die ein System für die einfache Interpretation von pharmakogenetischen Analysen entwickelt hat. Dadurch können Ärzte das am besten geeignete Medikament für den jeweiligen Patienten verschreiben. Außerdem nominiert ist die GFB Green Business Solutions GmbH aus Zell am See, die Mobilitätslösungen für das Bundesland entwickelt hat. Von der Solarroute, auf der man gratis Strom tanken kann, bis zum Elektrofahrzeug ENJOY, das in der Region hergestellt wurde.

Gründerpreis für Jungdesignerin Julia Körner

Das Wachstumspotenzial und die Erfolgschancen, die Marketingstrategie und die wirtschaftliche Leistung, darauf haben die Jurymitglieder bei den Einreichungen in der Kategorie „Unternehmensgründung“ besonders geachtet. Das Rennen hat heuer die Jungdesignerin Julia Körner mit ihrem Unternehmen JK Design GmbH gemacht. Körner hat Studienabschlüsse in Architektur sowie Emerging Technologies und Design und lebt in Salzburg und Los Angeles. Sie hat sich auf den 3-D-Druck für Mode und Produktdesign spezialisiert. Dadurch ergeben sich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten für Kleidungsstücke, Textilien und Kostüme. JK Design arbeitet mit namhaften Modedesignern und –labels von Wien über Paris bis San Francisco. Außerdem ist ein eigenes Label im Aufbau. Sogar der Ruf Hollywoods hat Körner bereits ereilt. Für Marvels Blockbuster „Black Panther“ schuf sie gemeinsam mit der Kostümdesignerin Ruth Carter eine Krone und ein Cape, die von afrikanischen Mustern inspiriert waren. „Ein Unternehmen wie dieses, gibt es kein zweites Mal. Ich habe eine Nische gefunden zwischen Architektur, Mode- und Produktdesign“, sagt die Siegerin. Sie hat zwar schon einige Auszeichnungen erhalten, jedoch noch keine für ihr 2015 gegründetes Unternehmen. „Ihre hohe Qualifikation, gepaart mit jahrelangem Technologie-Know-how, einem skalierbaren Geschäftsmodell und der nötigen Portion Leidenschaft ist vielversprechend. Der Weiterentwicklung mit dem Aufbau eines eigenen Modelabels steht nichts im Wege“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Auch auf dem zweiten Platz befindet sich heuer ein Unternehmen aus der Modebranche. Die AKAVIO GmbH aus der Stadt Salzburg ist seit einigen Jahren sehr erfolgreich mit dem T-Shirt-Label Quipster. Firmengründer Akin Aktas hat nach seinem Betriebswirtschaftsstudium ein Betätigungsfeld in der Modebranche gesucht. Durch Zufall hat er Andreas Körner kennengelernt, der seit seiner Schulzeit lustige Figuren zeichnet. Die Designs landeten auf T-Shirts, Pullovern, Taschen und Kappen und werden stark nachgefragt, nicht nur in den Geschäften in Salzburg und Wien, sondern auch im Quipster-Online-Store.

Platz drei ging an die Dreikant OG aus Golling. Stefan Rehrl, Mario Siller und Matthias Lienbacher sind seit der Hauptschule befreundet und wollten sich schon immer gemeinsam selbstständig machen. Mit der Dreikant OG konnten sie ihren Traum verwirklichen. Die Geschäftsidee: Die Herstellung exklusiver Möbel, mit denen sie Schwung in die Branche bringen wollen. Der Erfolg gibt dem Trio recht. Cleveres Marketing, eine bemerkenswerte Kundenliste und eine gute Umsatzentwicklung zeugen von einer soliden Firmenbasis. In Zukunft will man sich mit Innenraumgestaltungen ein zweites Standbein schaffen. Im heurigen Sommer soll in Hallein ein erster Schauraum eröffnet werden.

Nominiert waren außerdem die Ocean Maps GmbH aus der Stadt Salzburg, die 3-D-Unterwasser-Karten erstellt und die UserGems GmbH ebenfalls aus der Stadt Salzburg, die hilft, aus dem Kundenkreis von Unternehmen, jene Personen zu identifizieren, die in sozialen Medien viele Follower haben.

Heinrich Spängler mit Preis für ein unternehmerisches Lebenswerk

Der Preis für ein unternehmerisches Lebenswerk, der von WKS und Land Salzburg vergeben wird, ging heuer an KommR Heinrich Spängler. Der Preisträger leitete 14 Jahre lang als Vorstand das Bankhaus Carl Spängler Co. AG, das 1828 gegründet wurde und die älteste Privatbank Österreichs ist.

Spängler wurde am 9. Februar 1945 in St. Gilgen geboren. 1964 trat er in das Bankhaus Spängler ein und absolvierte eine vierjährige Ausbildung in allen Abteilungen des Unternehmens. Unter anderem mehrmonatige Praktika in Wien, London, Paris und New York. Ab 1969 war Spängler einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Bank, die 1994 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Von 1998 bis 2009 war er Sprecher des Vorstandes der Bankhaus Carl Spängler & Co, seit 1. Juli 2010 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bankhaus Carl Spängler & Co AG sowie der Spängler IQAM Invest GmbH. Als Banker widmete er sich besonderen Themen rund um den Generationenwechsel in Familienunternehmen. Seit 1999 ist der Preisträger Präsident des Vereins der Freunde und Förderer der Salzburger Festspiele. Zudem ist er Präsident der österreichisch-amerikanischen Gesellschaft, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Privatstiftung der American-Austrian-Foundation, Vizepräsident und Schatzmeister der Deutschen Handelskammer in Österreich sowie Finanzreferent und Schatzmeister der Michael-Haydn-Gesellschaft.

2002 wurde Spängler der Berufstitel Kommerzialrat verliehen, 2003 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg und 2010 die Goldene Ehrenmedaille der WKS. Er war von 2005 bis 2010 Obmann der WKS-Sparte Bank und Versicherung.

Die Preisträger auf einen Blick:

Unternehmen des Jahres:

  1. Samson Druck GmbH, St. Margarethen
  2. Imlauer Hotels & Restaurants, Stadt Salzburg
  3. AXESS AG, Anif

Innovation:

  1. Linsinger ZT-GmbH, St. Johann (Kalibriertes 4-D-Flächenmonitoring)
  2. Watlow Plasmatech GmbH, Kuchl (Fluent Durchlauferhitzer)
  3. Ramsauer & Stürmer Software GmbH, Bergheim (ERP4Cloud)

Unternehmensgründung:

  1. JK Design GmbH, Stadt Salzburg
  2. AKAVIO GmbH – Quipster, Stadt Salzburg
  3. Dreikant OG, Golling

Preis für ein unternehmerisches Lebenswerk:

KommR Heinrich Spängler

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