Salzburgs EU-Abgeordnete Schmidt: Aus für Roaming, auch bei Paketen

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Wird Paketversand ins Ausland bald billiger?
Wird Paketversand ins Ausland bald billiger? - © APA/Jäger/Archiv
Zusätzliche Roaminggebühren in den Mobilnetzen sind im EU-Raum seit Mitte Juni Geschichte. Wer aber Postpakete über Grenzen hinweg verschickt, muss mitunter tief in die Tasche greifen. Vor allem die Salzburger Grenzregionen betrifft das. Das geht der Salzburger Europaabgeordneten Claudia Schmidt (ÖVP) gegen den Strich. Sie will eine Änderung herbeiführen.

Ein Paket von Salzburg nach Freilassing zu verschicken koste fünf Mal so viel wie von Salzburg nach Oberndorf, meint Claudia Schmidt. Generell sei grenzüberschreitender Paketversand in der EU drei bis fünf Mal so teuer wie innerhalb von Landesgrenzen, so die Abgeordnete der Volkspartei im EU-Parlament. „Das ist nicht gerechtfertigt, nicht konsumentenfreundlich und widerspricht der europäischen Idee”, äußert Schmidt in einer Aussendung ihren Unmut darüber. Nachdem beim Roaming etwaige Preishürden über EU-Ländergrenzen hinweg abgeschafft wurden, will Schmidt dem „Roaming“ bei Postpaketen ebenso den Kampf ansagen.

Schmidt will das Paket-"Roaming" abschaffen./APA/Gindl/Archiv Schmidt will das Paket-“Roaming” abschaffen./APA/Gindl/Archiv ©

„Paket-Roaming“ wird Thema im EU-Parlament

Die Gelegenheit will Schmidt beim Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments am Mittwoch ergreifen, indem sie Mitglied ist. Dort soll über einen Gesetzesentwurf  Preistransparenz und Wettbewerb für Paketdienstanbieter in Europa beraten werden.

Gebührenabschaffung als Wirtschaftsmotor?

Der Grund, warum Claudia Schmidt einheitliche Kosten für den Paketversand schaffen will, liegt vor allem im freien Wirtschaften innerhalb der EU. “Wer einen europäischen Binnenmarkt will, kann sich nicht damit abfinden, dass Zusatzgebühren allein dadurch entstehen sollen, dass ein Paket über eine Grenze geschickt wird“, erklärt Schmidt.

44 Prozent der EU-Bevölkerung würden online im Heimatland einkaufen, so Schmidt weiter. Dagegen sollen nur 15 Prozent grenzübergreifend einkaufen. “Durch eine Senkung des Portos wird somit auch ein riesiges Wirtschaftspotential eröffnet”, meint die Salzburgerin.

 

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