Skateboard und Co.: Diese Regeln gelten im Straßenverkehr

Wo darf man mit Skateboard und Co. fahren? (Symbolbild)
Wo darf man mit Skateboard und Co. fahren? (Symbolbild) - © AFP PHOTO / ALEXANDER KLEIN/Archiv
Im Sommer sind neben Radfahrern und zahlreiche Salzburger mit Tretrollern sowie Skate- und Longboards unterwegs. Wir klären, wo ihr mit den Trendsportgeräten unterwegs sein dürft und welche Regelungen gelten.

Eine aktuelle Umfrage des ÖAMTC zeigt, dass insbesondere Skateboard und Co als Risikofaktor erachtet werden: Zwei Drittel der Befragten haben persönlich zumindest eine gefährliche Situation mit Nutzern von Trendsportgeräten erlebt.

Unterschiedliche Regeln für Skateboard und Co

“Mit knapp 80 Prozent bewertet die Mehrheit der Befragten Trendsportgeräte als ‘No Go’ auf der Fahrbahn und für rund ein Drittel sollten sie auch am Gehsteig nicht erlaubt sein”, nennt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger weitere Ergebnisse der Umfrage. “In Parks und Freizeitanlagen ist die Verwendung der Geräte für die Mehrheit der Befragten durchaus passend, auf Radwegen sind sie für mehr als die Hälfte akzeptabel.” Aus juristischer Perspektive gelten für die Trendsportgeräte (je nachdem, ob sie sich als Fahrrad oder Spielzeug klassifizieren lassen) unterschiedliche Vorschriften bezüglich Tempowahl, Verkehrsflächen-Nutzung, Alterslimit und Sicherheitsausrüstung.

Kleintretroller, Hoverboards und sogenannte Airwheels (elektrische Einräder) gelten als Kleinfahrzeuge. Trittroller, Elektro-Scooter, Segway und Sidewalker gelten als Fahrräder und Boards (Kickboards, Skateboards, Snakeboards) sind rechtlich gesehen Spielzeuge.

Kleintretroller, Hoverboard und Airwheel:

Mit einem Kleintretroller darf man auf dem Gehsteig, in der Fußgängerzone, auf Spielstraßen und auch Wohnstraßen fahren. Bei einem kombinierten Geh- und Radweg darf man nur den Teil benutzen, der für Fußgänger gedacht ist. Ohne Begleitperson dürfen Kinder erst ab zwölf Jahren (zehn Jahre mit Radführerschein) alleine damit unterwegs sein. Hat ein Roller größere, z.B. luftgefüllte, Räder und ist als “Trittroller” zu bezeichnen, gilt er als Fahrrad.

Benützbare Verkehrsflächen

  • Gehsteig: Beim Befahren des Gehsteiges dürfen weder Fußgänger noch der Verkehr auf der Fahrbahn gefährdet noch übermäßig behindert werden.
  • Fußgängerzone: Es gilt das gleiche wie auf Gehsteigen. Die erlaubte Geschwindigkeit richtet sich daher auch hier nach der Intensität des Fußgängerverkehrs.
  • Geh- und Radweg: Die Gefährdung oder Behinderung von Fußgängern und Radfahrern ist verboten. Auf einem durch Sperrlinie getrennten Geh- und Radweg darf nur der für Fußgänger bestimmte Teil benützt werden.
  • Wohnstraße: Mit diesen Kleinfahrzeugen muss Rücksicht auf den erlaubten Fahrzeugverkehr und andere Fußgänger genommen werden!
  • Spielstraße: Die Rücksichtnahme auf andere “spielende Personen” ist geboten. Zudem darf eine solche Fahrbahn nur befahren werden, wenn sie keine oder nur eine geringe Neigung aufweist.
  • Fußgängerübergang: Der Schutzweg darf benützt werden. Es darf aber nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für den Lenker überraschend die Fahrbahn befahren werden.

Kick-, Snake- und Skateboard:

Kick-, Snake-, Skateboards gelten als Spielzeug und dürfen grundsätzlich auf dem Gehsteig, in der Fußgängerzone, auf Wohn- und Spielstraßen verwendet werden. Beim kombinierten Geh- und Radweg darf nur der Teil benützt werden, der für Fußgänger gedacht ist. Bei starker Neigung, größerem Fußgängerverkehr oder einer unmittelbar angrenzenden Fahrbahn ist die Benützung nicht zulässig. Ähnlich wie bei Kleintretrollern müssen Kinder, die ohne Begleitperson unterwegs sind, mindestens zwölf Jahre alt sein bzw zehn Jahre, wenn sie einen Radführerschein besitzen.

Benützbare Verkehrsflächen

Da Boards nicht mit dem Körper verbunden sind und auch nicht über eine Lenkstange verfügen, besteht die Gefahr, dass sie sich, etwa infolge eines Sturzes, selbständig machen und so zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werden. Die Zulässigkeit ihrer Verwendung auf dem Gehsteig, in der Fußgängerzone oder in Wohn- oder Spielstraßen hängt daher von den jeweiligen Gegebenheiten ab und kann auch unzulässig sein.

  • Gehsteig: Beim Befahren des Gehsteiges dürfen weder Fußgänger noch der Verkehr auf der Fahrbahn gefährdet noch übermäßig behindert werden.
  • Fußgängerzone: Es gilt das Gleiche wie auf Gehsteigen. Die erlaubte Geschwindigkeit richtet sich daher auch hier nach der Intensität des Fußgängerverkehrs.
  • Geh- und Radweg: Die Gefährdung oder Behinderung von Fußgängern und Radfahrern ist verboten. Auf einem durch Sperrlinie getrennten Geh- und Radweg darf nur der für Fußgänger bestimmte und gekennzeichnete Teil benützt werden.
  • Wohnstraße: Es muss Rücksicht auf den erlaubten Fahrzeugverkehr und andere Fußgänger genommen werden!
  • Spielstraße: Die Rücksichtnahme auf andere “spielende Personen” ist geboten. Zudem darf eine solche Fahrbahn nur befahren werden, wenn sie keine oder nur eine geringe Neigung aufweist.
  • Fußgängerübergang: Der Schutzweg darf benützt werden. Es darf aber nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für den Lenker überraschend die Fahrbahn befahren werden.

Trittroller, Segway, Sidewalker, Elektroscooter:

In Österreich gilt ein Segway bis 25 km/h offiziell als (Elektro-)Fahrrad. Bis zu einer Breite von 80 Zentimetern darf er auf Radwegen fahren. Ist er breiter oder kein Radweg vorhanden, ist die Fahrbahn zu benutzen. Die Benützung des Gehsteigs ist mit dem Segway – außer zum Zufahren zu einem Abstellplatz – nicht erlaubt. Zu beachten ist auch hier das gesetzlich vorgeschriebene Alterslimit von zwölf bzw. zehn Jahren als Inhaber eines Radfahrausweises, sofern keine Begleitperson von zumindest 16 Jahren dabei ist.

Bei Elektro-Scootern mit einer höchsten zulässigen Leistung von mehr als 600 Watt und einer Bauartgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h muss ein Mopedführerschein oder eine Lenkberechtigung irgendeiner Führerscheinklasse vorliegen. Es besteht Sturzhelmpflicht. Des Weiteren ist eine Typisierung, Versicherung und Zulassung notwendig.

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