13. Februar 2012 08:07; Akt.: 13.02.2012 11:26

Teenager stehlen Skidoo: Schwer verletzt

Mit solch einem Gerät wagten die drei Teenager eine Ausfahrt. Mit solch einem Gerät wagten die drei Teenager eine Ausfahrt. - © FMT-Pictures/Symbolbild
In Dorfgastein haben drei Teenager in der Nacht auf Sonntag ein Skidoo gestohlen und eine Spritztour gewagt. Einer der jungen Diebe wurde dabei schwer verletzt.
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SALZBURG24.at

Mit einem Schwerverletzten hat am Wochenende in Dorfgastein (Pongau) eine Spritztour in einem Skidoo geendet. Drei einheimische Teenager im Alter von 16 und 17 Jahren hatten das Pistenfahrzeug der Dorfgasteiner Bergbahnen in der Nacht auf gestern, Sonntag, unbefugt in Betrieb genommen. Es stürzte auf einem Steilhang um, ein 17-Jähriger erlitt schwerste Verletzungen. Die beiden 16-Jährigen alarmierten das Rote Kreuz, verschwiegen aber die Unfallursache. Sie wurden am Sonntag von der Polizei ausgeforscht.

Betrunken auf Spritztour mit Skidoo

Die drei Jugendlichen, die laut Polizei offenbar "nicht mehr ganz nüchtern waren", fuhren mit dem Skidoo von der Talstation weg und zogen eine schräge Spur den Steilhang hinauf. Am Steuer saß der 17-Jährige. Bereits nach etwa hundert Metern kippte das mehrere hundert Kilogramm schwere Gerät um und kugelte ein Stück des Hanges hinunter. Die zwei unverletzt gebliebenen Jugendlichen zerrten den Schwerverletzten ins Tal und alarmierten die Rettungskräfte, gaben aber als Unfallursache "irgendeine Rangelei an", schilderte Polizeisprecher Anton Schentz.

Teenager waren nicht zu überhören

Ein Mitarbeiter der Bergbahnen entdeckte am Sonntag den zerstörten Skidoo und verständigte die Polizei. Ein deutscher Urlauber erzählte den Beamten, dass er in der Nacht einen auffälligen Lärm wahrgenommen habe. Der ermittelnde Polizist erkundigte sich beim Roten Kreuz und auch in den umliegenden Spitälern, ob es Verletzte nach einem Skidoo-Unfall gab. Im Laufe der Erhebungen stellte der Beamte schließlich einen Zusammenhang mit den Jugendlichen her. Die zwei 16-Jährigen gestanden bei der polizeilichen Befragung die unerlaubte Spritztour und den Unfall.

"Die Jugendlichen haben noch Glück gehabt. Wäre der Unfall bei den vorherrschenden Temperaturen von minus 22 Grad weiter oben auf dem Berg passiert, hätten die Folgen noch schwerwiegender sein können", sagte der Polizeisprecher. Denn ein Schwerverletzter würde diese Kälte nicht lange überstehen. "Es war Glück im Unglück, dass der Unfall in der Nähe der Talstation passiert ist."

"Außer Lebensgefahr"

Der schwer verletzte 17-Jährige wurde in das Krankenhaus Schwarzach gebracht. Am Montag hieß es aus dem Spital, dass der Patient noch auf der Intensivstation behandelt werden müsse. Eine Prognose über den weiteren Genesungsverlauf könne derzeit nicht erstellt werden. Die Frage, ob der Verletzte außer Lebensgefahr sei, könne er weder mit "ja" noch mit "nein" beantworten, sagte Hubert Artmann, Oberarzt in der Intensivstation, zur APA. In ein paar Tagen könne er dazu Konkreteres sagen, erklärte der Mediziner. (APA)



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