Tipps für sicheres Autofahren bei Nebel

Autofahren bei Nebel bringt einige Gefahren mit sich. (Symbolbild)
Autofahren bei Nebel bringt einige Gefahren mit sich. (Symbolbild) - © APA/dpa/Philipp Schulze
Auch, wenn es tagsüber wieder warm und sonnig wird: In der Früh zeigt sich der Herbst von seiner ungemütlichen Seite. Kalt, feucht und neblig begrüßt einen der Morgen. Das trübe Wetter schränkt die Sichtweite erheblich ein. Für Autofahrer bedeutet das: Licht an und erhöhte Aufmerksamkeit. Das ist beim Fahren bei Nebel zu beachten.

“Alle Neufahrzeuge sind seit einigen Jahren mit automatischem Tagfahrlicht ausgestattet. Das hat den Vorteil, dass man zumindest vorne nicht völlig unbeleuchtet unterwegs ist, wenn man vergisst, das Licht einzuschalten. Man darf aber nicht davon ausgehen, dass man damit bei allen Witterungsbedingungen ausreichend beleuchtet unterwegs ist”, warnt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl in einer Aussendung. Denn einerseits hat das Tagfahrlicht weniger Leuchtkraft als das normale Abblendlicht, anderseits bleiben die Rücklichter finster.

Bei Nebel bewusst zum Lichtschalter greifen

Viele Autos verfügen zwar über automatische Abblendlichtaktivierung, diese reagiert aber nur bei Dämmerung oder etwa beim Einfahren in Tunnel gut. “Bei Nebel muss der Fahrzeuglenker also bewusst zum Lichtschalter greifen”, stellt Kerbl klar. Daher ist es auch wichtig, sich bei Leihfahrzeugen, aber auch beim eigenen Auto, vor der Abfahrt mit den Lichtfunktionen und -schaltern vertraut zu machen.

Bestimmte Regeln für Nebelschlussleuchte

Denken sollte man auch an Nebelschlussleuchte und -scheinwerfer. Doch während die nach vorne gerichteten Breitstrahler oder Nebelscheinwerfer nach Bedarf jederzeit aktiviert oder deaktiviert werden dürfen, gibt es für die Nebelschlussleuchte definierte Einsatzbestimmungen. Sie darf nur bei Sichtbehinderungen durch Regen, Schneefall oder Nebel aktiviert werden. Eine Verwendungspflicht gibt es nicht. Vergisst man allerdings bei guter Sicht die Nebelschlussleuchte abzuschalten, kann eine Verwaltungsstrafe von bis zu 5.000 Euro die Folge sein. In der Praxis werden meist etwa 100 Euro verlangt.

Beleuchtungsanlage rechtzeitig überprüfen lassen

Die einwandfreie Funktion der Beleuchtungsanlage sollte jedenfalls rechtzeitig überprüft werden, am besten bereits vor der kalten Jahreszeit, wenn die Sicht durch kürzere Tage und Nebel immer schlechter wird.

Doch nicht nur die richtige Beleuchtung ist ausschlaggebend für sicheres Autofahren bei Nebel. Der Fahrstill sollte ebenfalls angepasst werden. Auch bei Nebel ist die Fahrbahn feucht, der Bremsweg verlängert sich. Aufgrund der schlechten Sicht kann es mitunter sogar notwendig sein, Schritttempo zu fahren.

Fahrtipps bei Nebel und Feuchtigkeit

  • Vorausschauend fahren und Geschwindigkeit verringern. Dadurch verschafft man sich einen Polster und kann auch in Notsituationen noch angemessen reagieren. Im Nebel sollte man auf der rechten Spur bleiben und keinesfalls überholen.
  • Abstand vergrößern: Bei Nebel nicht auf die Rücklichter des Vorausfahrenden verlassen und genügend Abstand halten.
  • Ablenkungen vermeiden: Gerade bei schwierigen Fahrbahnverhältnissen ist es wichtig, sich auf die Straße zu konzentrieren. Weder die Stimmung im Auto, noch Handy oder Navi dürfen in einer solchen Situation ablenken.
  • Richtige Beleuchtung: Bei schlechter Sicht ist Sehen und gesehen werden das Um und Auf. Bei leichtem Nebel reicht das Abblendlicht, wird die Nebelsuppe dicker, sollte man Nebelscheinwerfer und -schlussleuchte einschalten. Das Fernlicht darf nicht eingeschaltet werden, weil es dadurch zu einem Spiegeleffekt kommt und der Fahrer sich selbst blendet.
  • Ein Unfall oder eine Panne sind im Nebel besonders gefährlich. Wenn irgend möglich, sollte das Fahrzeug unbedingt von der Straße gebracht werden. Geht das nicht, müssen alle Mittel zur Sichtbarmachung ausgeschöpft werden,. Das bedeutet: Warnblinkanlage und Licht einschalten, Pannendreieck aufstellen und keinesfalls die Warnweste vergessen.

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