Verkehr auf Tauernautobahn seit 2010 um fast ein Drittel gestiegen

Massiv zugenommen hat der Verkehr auf der Tauernautobahn (Symbolbild).
Massiv zugenommen hat der Verkehr auf der Tauernautobahn (Symbolbild). - © Neumayr/Archiv
Die Verkehrsbelastung auf der Tauernautobahn ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Vergleich zum Jahr 2010 waren hier im Vorjahr um bis zu einem Drittel mehr Pkw und Lkw unterwegs.

Auf der A1 fiel die Zunahme des Verkehrs geringer aus. Der VCÖ betont, dass es mehr Bahn- und Busverbindungen braucht. Zudem kann mit betrieblichem Mobilitätsmanagement die Verkehrsbelastung reduziert werden.

A1 bei Liefering am stärksten befahren

Die A1 bei Liefering war im Vorjahr der am stärksten befahrene Autobahnabschnitt in Salzburg. Hier fuhren im Vorjahr rund 34,1 Millionen Pkw und Lkw, das waren pro Tag im Schnitt 93.640 Kfz. Im Vergleich zum Jahr 2016 waren hier im Vorjahr insgesamt um rund eine Million Fahrzeuge mehr unterwegs. Da es eine neue Zählstelle ist, gibt es keine Vergleichsdaten zum Jahr 2010.

Hallwang: Verkehr hat um acht Prozent zugenommen

Für die Zählstelle Hallwang ist der Mehrjahres-Vergleich möglich: Im Vorjahr fuhren hier um rund acht Prozent mehr Pkw und Lkw als im Jahr 2010. Bei der Zählstelle Wals auf der A1 waren im Vorjahr um rund vier Prozent mehr Kfz unterwegs als im Jahr 2010. Die Verkehrszunahme war hier geringer als in anderen Bundesländern. Im Burgenland und in Niederösterreich nahm der Verkehr zwischen 2010 und 2017 um bis zu 40 Prozent zu.

Verkehrszuwachs im Überblick:

  • A1 Liefering: 93.640 Kfz pro Tag (Jahr 2016: 90.550 – Keine Vergleichsdaten zum Jahr 2010)
  • A1 Wals: 74.140 Kfz pro Tag (plus 3,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010)
  • A10 Anif: 67.760 Kfz pro Tag (plus 6,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010)
  • A1 Hallwang: 66.200 Kfz pro Tag (plus 7,6 Prozent)
  • A10 Hallein: 54.730 Kfz pro Tag (plus 23,3 Prozent)
  • A1 Oberndorf: 49.890 Kfz pro Tag (plus 17,5 Prozent)
  • A10 Tenneck: 43.490 Kfz pro Tag (plus 30,5 Prozent)
  • A10 Werfen: 39.860 Kfz pro Tag (plus 17 Prozent)
  • A10 Niedernfritz: 35.610 Kfz pro Tag (plus 31,2 Prozent)
  • A10 Zederhaus: 21.690 Kfz pro Tag (plus 36,6 Prozent)

Reiseverkehr und Lkw-Transits: Starke Zunahme auf der A10

Massiv zugenommen hat hingegen der Verkehr auf der Tauernautobahn. Bei Tenneck waren mit 43.490 Kfz pro Tag um rund 30 Prozent mehr Pkw und Lkw unterwegs als im Jahr 2010, bei Zederhaus stieg der Verkehr um rund 37 Prozent auf 21.690 pro Tag. Als Transitautobahn leidet die A10 einerseits unter der massiven Zunahme des Lkw-Transits und andererseits ist auch der Reiseverkehr deutlich gestiegen.

VCÖ fordert Öffi-Ausbau

Um den regionalen Kfz-Verkehr zu verringern, braucht es einerseits mehr Bahn- und Busverbindungen. “Jedes regionale Zentrum soll sehr gut mit Bahn und Bus erreichbar sein. Hier ist wichtig, dass die Bundesregierung den Öffentlichen Nahverkehr in den Regionen stärker unterstützt”, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Im Ballungsraum Salzburg kann mit einem dichteren Öffentlichen Verkehrsnetz mit häufigeren Verbindungen sowie mit Rad-Highways als direkte und möglichst kreuzungsfreie Verbindung vom Umland in die Stadt die Verkehrsbelastung reduziert werden. Zudem ist betriebliches Mobilitätsmanagement stärker zu fördern.

Handlungsbedarf auch bei Gütertransport

Großer Handlungsbedarf besteht beim Gütertransport. Neben mehr betrieblichen Gleisanschlüssen und Anreizen für Betriebe, Güter auf die Schiene zu verlagern, braucht es auch auf EU-Ebene verstärkte Maßnahmen. Derzeit zahlen Lkw nur einen Teil der verursachten Kosten, die durch Straßenabnützung, Unfälle, Abgase und Lärm entstehen. Die Folge ist, dass der Lkw-Transport zu billig ist und Waren tausende Kilometer quer durch Europa transportiert werden. “Schweine werden in Ostdeutschland gezüchtet, um in Italien zu Schinken verarbeitet zu werden. Und wenn Butter aus Irland in Österreichs Supermärkten verkauft wird, führt dies nicht nur zu mehr Lkw-Verkehr, sondern schadet auch den heimischen Bauern”, nennt VCÖ-Experte Gansterer zwei Beispiele für die Folgen von zu billigem Lkw-Transport.

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