Poroschenko kündigte Treffen mit Putin an

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Donezk immer mehr in Rebellen-Hand
Donezk immer mehr in Rebellen-Hand
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko trifft nach eigenen Angaben Kremlchef Wladimir Putin in der kommenden Woche zu Gesprächen über den Ukraine-Konflikt. Er erwarte beim europäisch-asiatischen Gipfeltreffen in Mailand keine leichten Verhandlungen mit Putin, sagte Poroschenko am Samstag. Bei neuerlichen Kämpfen in Donezk kamen unterdessen erneut drei Zivilisten ums Leben.


Er werde unter anderem auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Regierungschefs Italiens und Großbritanniens, Matteo Renzi und David Cameron, treffen, sagte Poroschenko. Eine Bestätigung des Kreml lag zunächst nicht vor. Ein Gespräch sei aber nicht ausgeschlossen, hatte es zuvor geheißen.

Auch im Gasstreit stehen Moskau und Kiew nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten kurz vor einer Lösung. “Ich hoffe, dass wir am kommenden Freitag in Mailand einen bedeutenden Fortschritt machen werden”, sagte Poroschenko am Samstag dem Präsidialamt in Kiew zufolge. Russland verlangt von der Ukraine Schulden in Milliardenhöhe zurück, bevor es die auf Eis gelegten Gaslieferungen wieder aufnimmt. Kiew will einen günstigeren Tarif aushandeln.

Putin und Poroschenko waren zuletzt Ende August zusammengetroffen. Die Gespräche führten Anfang September zum Abschluss einer Waffenruhe im Osten der Ukraine, doch gibt es weiterhin praktisch täglich Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und prorussischen Separatisten.

Bei anhaltenden Kämpfen in der ostukrainischen Rebellenhochburg Donezk wurden drei weitere Zivilisten bei Gefechten zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten getötet. Nur noch der Flughafen sowie mehrere Dörfer im Osten der Stadt werden von den Regierungstruppen gehalten. Auch aus der benachbarten Region Luhansk wurden am Samstag Gefechte gemeldet.

Russland wirft der Ukraine in diesem Zusammenhang tödliche Angriffe auf Zivilisten im Unruhegebiet Donbass vor. Zwar seien die Gefechte im Konfliktgebiet zuletzt zurückgegangen, doch setzten Regierungstruppen den Beschuss in Donezk, Luhansk und anderen Orten fort, sagte der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin. Kelin forderte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zu einer Untersuchung auf. Kiew gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Sowohl die Armee als auch die prorussischen Separatisten warfen sich gegenseitigen Beschuss in der Nacht auf Samstag vor. Die Aufständischen berichteten von Gefechten am Flughafen von Donezk. Das Militär in Kiew teilte mit, Soldaten seien in Stschastje angegriffen worden.

Separatistenführer Alexander Sachartschenko rief eine “absolute Waffenruhe” aus. Wenn diese eingehalten werde, solle in wenigen Tagen der vereinbarte Abzug schwerer Kriegstechnik von der Front beginnen, sagte er russischen Agenturen zufolge. Die Führung in Kiew hatte am Dienstag eine Einhaltung der seit 5. September brüchigen Feuerpause gefordert, um die geplante entmilitarisierte Zone einzurichten.- Poroschenko erwartet Lösung im Gasstreit mit Russland =

Kiew (APA/dpa) –

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