Bei den Porsche-Tagen in Zell am See stand am Freitag ein "Rennen" auf den Großglockner auf dem Programm. - © APA/XPA/ Juergen Feichter
Zum Jubiläum hat sich der Dachverband der österreichischen Porsche Clubs dabei etwas besonders einfallen lassen – und richtet von Donnerstag bis Sonntag im Salzburger Pinzgau gemeinsam mit der Tourismusregion Zell am See-Kaprun die ersten Internationalen Porsche-Tage aus.
Auf die 175 Teilnehmer aus 16 Nationen – sie kommen etwa aus Südafrika oder Neuseeland – wartet dabei ein ausgesuchtes Programm. “Das Event ist eines von nur drei Jubiläumsveranstaltungen weltweit”, sagte Thomas Steiner, Geschäftsführer im Dachverband der neun Österreichischen Porsche Clubs, der rund 1.000 Mitglieder vereint, zur APA. “Zell am See wurde dabei nicht zufällig gewählt. Die Familie Porsche ist dem Pinzgau eng verbunden.” Das Schüttgut, ein Jahrhunderte alter Gutshof und Stammsitz der Familien Porsche und Piech, liegt hier. In einer Kapelle am Areal ruht die Asche vieler Familienmitglieder, auch die Porsche Design Studios haben ihren Sitz in Zell am See.
Höhepunkt des Programms war am heutigen Freitag ein “Rennen” über die Großglockner Hochalpenstraße. “Es ging dabei nicht um den schnellsten Fahrer, sondern darum, eine vorgegebene Zeit möglichst exakt zu erreichen.” Zwischen 8.00 und 10.00 Uhr Vormittag starteten die 175 Teilnehmer im 30 Sekundenabstand von Kaprun aus nach Heiligenblut. Dort mussten die Teilnehmer einen Wasserfall fotografisch festhalten. “Als Beweis, dass sie dort waren. Dann fuhren sie über den Glockner wieder zurück nach Zell am See”, so Steiner.
Prominentester Teilnehmer war Porsche-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Porsche. Der Sohn des legendären Porsche-Konstrukteurs Ferdinand “Ferry” Porsche ging am Freitag mit einem geländetauglichen Porsche Jagdwagen an den Start. Von dem Allradfahrzeug wurden zwischen 1955 und 1958 nur wenige Dutzend Stück produziert. “Das Auto hat sich nie durchgesetzt”, erklärte Steiner.
Zurück in Zell am See versammelte sich die Porsche-Flotte am frühen Nachmittag zur Parade in der Innenstadt. Das Publikum bekam dabei einiges zu sehen – vom Ur-Porsche 356 aus dem Jahr 1950 mit 60 PS bis hin zu einem 500 PS starken Porsche 911 GT. “Der PS-Schnitt der Teilnehmer dürfte sich den 300 annähern. Bei 175 Teilnehmern sind das über 50.000 PS”, so Steiner.
Ein besonderes “Zuckerl” erwartet die Teilnehmer übrigens am morgigen Samstag: Wolfgang Porsche wird sie in kleinen Gruppen exklusiv durch das Schüttgut führen. “Dabei dürfen sie auch einen Blick in die Garage werfen”, kündige Steiner an. Um Mitglied in einem Porsche Club zu werden, braucht es übrigens wenig überraschend einen Porsche. “Es gibt zwar Clubs, in denen laut Statuten schon der Wunsch, einen Porsche zu besitzen, zur Mitgliedschaft berechtigt. In der Praxis macht das aber wenig Sinn, weil es ja um gemeinsame Ausfahrten geht.” (APA)