“Posterboy” Thiem zeugt von Generationenwechsel

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Dominic Thiem heiß begehrt
Dominic Thiem heiß begehrt
Erstmals seit Jahren ist es nicht Jürgen Melzer, der vom Ankündigungs-Poster des Erste Bank Open lacht, sondern der neue Star im heimischen Tennis. Dominic Thiem, dem eine großartige Zukunft prophezeit wird und der dies mit Weltklasse-Matches gegen die ganz Großen schon bewiesen hat, ist die größte Hoffnung der Gastgeber.


“Nachdem Murray und Ferrer gekommen sind, bin ich nicht mehr der große Zieher, glaube ich, aber es ist super”, freute sich Thiem am Montagabend auf diesen Umstand angesprochen. “Ich bin seit ich vier, fünf Jahre alt bin, jedes Jahr da. Dass ich da jetzt selbst vom Plakat herunterlache, ist ein Traum eigentlich.”

Auch wenn das Doppel an der Seite von Alexander Zverev verloren ging, so ist es für ihn doch wichtig gewesen, schon vor dem Einzel einen Eindruck zu bekommen. “Es ist ziemlich schnell und zügig, schneller als letztes Jahr”, konstatierte Thiem, der sich nach seinem US-Open-Achtelfinale mit einem zweieinhalbwöchigen Training in Wien so richtig fit für den Herbst gemacht hat. “Ich bin topfit, punktgenau. Mir geht es jetzt wieder sehr gut, ich habe mich schnell adaptiert von Asien hierher.”

Das Zweitrunden-Match gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic vergangenen Mittwoch in Shanghai, das 3:6,4:6 verloren ging, war wieder ein wichtiger Gradmesser für Thiem. “Es war die zweite Partie gegen eine Nummer eins. Es war ein gutes Match, finde ich, aber es hat klar gezeigt, was fehlt gegen so einen Spieler. Aber es waren natürlich auch ein paar sehr gute Punkte dabei, sehr gute Winner, die mir viel Selbstvertrauen gegeben haben.”

Die Form sei jedenfalls sehr gut. “Gegen Djokovic verliert man auch in guter Form. Ich bin in besserer Verfassung als letztes Jahr und auch besser als im Sommer”, ist Thiem überzeugt. Was er dazu sagt, dass ihn Turnierdirektor Herwig Straka als “kommenden Weltstar” bezeichnet hat? “Das ist schön, wenn er das sagt, aber da bin ich zur Zeit extrem weit entfernt.”

Einer, der schon bessere Tage gesehen hat, hofft, dass er in Wien mit 33 Jahren noch einmal zuschlagen kann. Der zweifache Wien-Sieger Jürgen Melzer hat natürlich auch registriert, dass der Generationswechsel im österreichischen Tennis sozusagen plakatiert wird. “Wenn man sich damit beschäftigt und weiß, dass man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen kann, dann ist es einfach logisch”, erklärte die frühere Nummer 8 der Welt.

“Man kann nicht ewig spielen und man kann auch das Alter nicht ausblenden. Dominic hat sehr gut gespielt, hat sich das verdient, und ich hab’ da überhaupt kein Problem damit”, konstatierte Melzer, der im Ranking aktuell auf Platz 123 rangiert. Melzer konnte sich mit weit mehr Ruhe auf sein Heimturnier vorbereiten als üblich. “Das ist eine neue Situation für mich, das macht es vielleicht ein bisschen lockerer. Im Endeffekt willst du trotzdem rausgehen und gewinnen. Daran wird man gemessen”, sagte Melzer, der Turnierboss Straka auch gratulierte. “So ein Feld mit Ferrer und Murray hat es schon lange nicht mehr gegeben.”

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