Praktikanten wünschen sich mehr Freiräume

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Ministerin Karmasin betont das Positive
Ministerin Karmasin betont das Positive
Die Studie “place to perfom” untersucht seit 2007 das Praktikumsangebot verschiedener Unternehmen und hat heuer zum ersten Mal auch Lehrstellen evaluiert. Verbesserungspotenzial gebe es noch bei der Arbeitstätigkeit: Praktikanten wünsche sich mehr Freiräume für eigene Ideen, so Projektleiterin Anna Gürtler am Freitag am Rande der Studienpräsentation zur APA.


Praktikanten wollten nicht Kaffee kochen, sondern “abwechslungsreiche, verantwortungsvolle Aufgaben” und als “gleichwertige Teammitglieder” behandelt werden. “Daran könnten Firmen definitiv noch arbeiten”, sagte Gürtler. Das Gehalt sei zwar “sicher keine der Top-Kategorien”, aber es sei “ein Jammern auf hohem Niveau”, die jungen Menschen seien größtenteils zufrieden.

In den vergangenen Jahren war Praktikanten die Entlohnung wichtiger, mittlerweile stehe das Lernen und die persönliche Entwicklung mehr im Vordergrund. Außerdem nahm der Trend zu längeren Praktika von drei bis sechs Monaten zu. Aktuell waren fast 60 Prozent der Befragten länger als 12 Wochen in den Firmen beschäftigt.

Lehrlingen ist ähnlich wie den Praktikanten neben Abwechslung und Eigenverantwortung besonders ein “familiäres und freundschaftliches Klima” und auch eine “ausgeprägte Feedback-Kultur” wichtig. Bei sitzenden Tätigkeiten wünschen sich Lehrlinge mehr körperliche Abwechslung, Firmen sollten auf Bewegungsmöglichkeiten im Büro achten.

Für Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin (ÖVP) zeige die Studie, dass der Einstieg von Jugendlichen in das Berufsleben auch gut funktionieren könne: “In den Medien sind immer wieder schlechte Beispiele. Bei ‘place to perform’ werden schöne und gute Beispiele vor den Vorhang geholt.” Es gebe schwarze Schafe, aber diese dürfe man nicht Verallgemeinern und nicht alle Praktika schlechtreden.

Für die Studie konnten sich die Firmen selbst anmelden. Die Anzahl war auf 30 beschränkt. Das Beratungsunternehmen uniforce Consulting hat zwischen Juni und September über 250 Praktikanten und über 550 Lehrlinge mittels eines standardisierten Fragebogens befragt. Als Top-5-Praktikumsanbieter 2014 gelten der niederösterreichische Energieversorger EVN (1. Platz), KTM-Sportmotorcycle (2. Platz), die niederösterreichischen Zizala Lichtsysteme (3. Platz), die Tiroler Holzgruppe Egger (4. Platz) und Microsoft Österreich (5. Platz). Bei den Lehrstellenanbietern belegen die Österreichischen Lotterien Platz 1, gefolgt von ÖBB Personenverkehr und Erste Bank. Platz 4 belegt der Versicherungskonzern Allianz und Platz 5 die Schuhhandelskette Salamander.

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