18. Februar 2012 14:42; Akt.: 21.02.2012 08:18

Prinz Johan Friso bleibt weiter im Koma – Königin Beatrix kurz auf Spitalsbesuch

VN-Exklusivbild: Prinz Friso wurde nach 15 Minuten aus der Lawinen geborgen. VN-Exklusivbild: Prinz Friso wurde nach 15 Minuten aus der Lawinen geborgen. - © VN
 Lech/Innsbruck – Der am Freitag in Lech bei einem Lawinenabgang im Zuger Tobel verunglückte niederländische Prinz Friso schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Königin Beatrix war mit Friso-Gattin Mabel im Innsbrucker Klinikum und blieb eineinhalb Stunden am Krankenbett. In Lech sollen um 16 Uhr weitere Details veröffentlicht werden.

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Es habe keine Veränderung von Prinz Frisos Zustandes gegeben, damit sei die Situation des 43-Jährigen stabil. Weitere offizielle Informationen zu seinem Gesundheitszustand waren auch im Verlauf des Samstags nicht zu erfahren. Niederländische Medien berichteten zunächst von einer Schädelfraktur, zogen diese Berichte dann aber zurück. Aus medizinischen Kreisen verlautete, ein CT-Scan habe bei Prinz Friso keine Schwellung des Gehirns gezeigt – somit eine gute Nachricht. Friso soll noch bis frühestens morgen im künstlichen Koma gehalten werden, war aus unbestätigten Quellen zu vernehmen. 

Königin Beatrix und Friso-Gattin Mable in Innsbruck

Die niederländische Königin Beatrix war gemeinsam mit Prinz Frisos Gattin Mabel am Samstagmittag von Lech nach Innsbruck ins Klinikum gefahren. In Innsbruck wurde der Konvoi von mittlerweile 60 Pressevertretern erwartet, die Polizei musste das Klinikgelände absperren. Beatrix wirkte gezeichnet, Mabel hatte beim Betreten des Krankenhauses ihren Arm auf die Schulter der Königin gelegt. Nach eineinhalb Stunden verließen sie das Krankenhaus, es wurde kurz vor 15 Uhr vermutet, dass die beiden wieder auf dem Weg nach Lech sind.

Lawine auf präparierten Skiweg

In Lech hatte es Aufregung gegeben, weil auf einem von den Vorarlberger Nachrichten und VOL.AT veröffentlichten Luftbild der Unfallstelle in Zug klar zu erkennen war, dass die Lawine bis auf den präparierten Skiweg von der Steinmähderbahn nach Zug reichte. „Das Unglück passierte im freien Skiraum, bei dem Weg handelt es sich um eine präparierte Skiroute und nicht um gesicherte Piste“, sagte Lech-Pressereferentin Pia Herbst auf VOL.AT-Anfrage. Bei der Pressekonferenz um 16 Uhr wird somit neben dem Lecher Bergrettungschef Markus Amann, Bürgermeister Ludwig Muxel und Vertretern der Sicherheitsdirektion auch Lifte-Chef Michael Manhart erwartet, um unter anderem zu der Pisten-Frage Auskunft zu geben.VOL.AT wird die Pressekonferenz um 16 Uhr übertragen und weiterhin im Liveticker aktuell berichten.

Willem-Alexander dankt für das Mitgefühl

Prinz Willem-Alexander, der gemeinsam mit Maxima am Freitagabend am Flughafen Altenrhein gelandet war, gab am Samstagvormittag Reportern im Vorbeigehen kurz Auskunft: „Wir wissen nichts“, sagte er. Dann bedankte er sich aber auf Deutsch bei den Menschen für ihr Mitgefühl. Er hoffe auch, dass seine Familie in Ruhe gelassen werde.

VOL.AT/G. Riedmann



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