Privater Raumfrachter “Cygnus” zur Raumstation ISS gestartet

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Der Start lockte einige Schaulustige an
Der Start lockte einige Schaulustige an - © APA (APA/GETTY IMAGES)
Zwei Jahre nach der Explosion einer Rakete beim Start hat das private Raumfahrtunternehmen Orbital ATK erstmals wieder eine Antares-Rakete mit einem Raumtransporter Cygnus zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt. Wie auf Bildern der US-Raumfahrtbehörde NASA im Fernsehen zu sehen war, hob die Antares-Rakete am Montag von dem Weltraumbahnhof Wallops im US-Bundesstaat Virginia ab.

Es war das erste Mal, dass die Rakete ins All startete seit dem Unfall im Oktober 2014. Damals war die Rakete wenige Sekunden nach dem Start explodiert. Der Schaden belief sich auf rund 200 Millionen Dollar (181,92 Mio. Euro). Die Betreiberfirma machte für das Unglück einen Fehler im Raketentriebwerk verantwortlich, das noch in der Sowjetunion entworfen worden war. Die neue Antares hat einen veränderten, stärkeren Antrieb. Die Wiederaufnahme der Antares-Flüge war eigentlich bereits für den Sommer vorgesehen, doch kam es wiederholt zu Verzögerungen.

2,3 Tonnen Material dabei

Cygnus erreichte am Montag den Orbit wie vorgesehen nach weniger als zehn Minuten. Der Start war eigentlich für Sonntagabend geplant gewesen, musste jedoch wegen eines fehlerhaften Kabels verschoben werden. Es ist der sechste Versorgungsflug von Cygnus zur ISS. Der Raumtransporter hat dabei 2,3 Tonnen Material für die sechs Besatzungsmitglieder der ISS sowie Ausrüstung für wissenschaftliche Experimente geladen.

Zuletzt Probleme bei Start

Der Raumtransporter soll am Sonntag an der ISS andocken. Neben Orbital ATK schickt auch die Privatfirma SpaceX im Auftrag der NASA mit ihrer Falcon-9-Rakete im Raumtransporter Dragon Versorgungsgüter zur ISS. Seit der Einstellung des Space-Shuttle-Programms 2011 hat die NASA keine eigenen Raumschiffe mehr. Auch beim Start der Falcon 9 gab es bereits wiederholt Explosionen, zuletzt beim Start im September.

(APA/ag.)

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