Projekte für Kinderrechte vor den Vorhang geholt

Beim Kinderrechtspreis dürfen auch die Kinder mitreden.
Beim Kinderrechtspreis dürfen auch die Kinder mitreden. - © Neumayr/MMV
Der Salzburger Kinderrechtspreis ist am Donnerstag schon zum sechsten Mal verliehen worden. Zum ersten Mal gab es dieses Jahr auch einen Preis für langjähriges Engagement.

Zum sechsten Mal wurde am Donnerstag, dem 17. November der Salzburger Kinderrechtspreis verliehen. “Jedes Kind hat Anrecht auf seine Kindheit, auf Geborgenheit, auf Aufmerksamkeit und auf Neugierde auf das Leben. Vor allem aber hat jedes Kind ein Anrecht auf die Chance, optimal in der geistigen und emotionalen Entwicklung unterstützt zu werden”, erklärte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf (ÖVP) bei der Verleihung im ORF-Landesstudio Salzburg.

Preise in drei Kategorien

Der Preis wurde heuer den Kategorien Schulen & Kindergärten, Vereine & Institutionen sowie Flucht & Ankommen vergeben. Die ersten Plätze gingen an den Verein Rainbows, der Kinder und Jugendliche in betreuten Wohngemeinschaften dabei unterstützt, den Kontakt zu beiden Elternteilen aufrecht zu halten, an eine Schulklasse des Akademischen Gymnasiums, die Kurzfilme zum Thema Diskriminierung und Ausgrenzung drehte, und die Familie Leitinger, die sich seit dem Sommer 2015 mit viel Herz und Engagement gezielt für Flüchtlingskinder einsetzt.

Erstmals Preis für langjähriges Engagement

Die Gewinner der erstmals vergebenen zwei Sonderpreise für langjähriges Engagement sind die Projekte “Schule bietet Zukunft” des Vereins “Kinder haben Zukunft” und “Freizeitprogramme für junge Menschen mit Beeinträchtigung” des Vereins Active.

“Schule bietet Zukunft” hilft Kindern aus armen Familien schnell und unbürokratisch durch Zuschüsse für schulische Ausgaben wie zum Beispiel Taschenrechner, Nachhilfekurse und vieles mehr. Das Projekt “Freizeitprogramme für junge Menschen mit Beeinträchtigung” bietet beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen ausgedehnte Freizeitprogramme in Form von Tagesausflügen, betreuten Wochenenden und Urlaubsreisen an. Beide Projekte waren wiederholt für den Kinderrechtspreis nominiert und haben sich durch die beständige und nachhaltige Arbeit ihrer Projekte ausgezeichnet.

Auch Kinder in der Jury

Da es bei der Umsetzung der Kinderrechte um die Beteiligung der Kinder selber geht, wurde eine Jury aus Kindern und eine aus erwachsenen Fachleuten eingesetzt. Der Kinder-Jury gehörten Redakteurinnen und Redakteure der Kinderzeitung “Plaudertasche” und Einwohnerinnen und Einwohner der Kinderstadt “Mini Salzburg”, der Erwachsenen-Jury namhafte Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Medien, Soziales und Jugend an.

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen