Protest gegen Ausstellung mit lebenden Mäusen in Plexiglas

Tierschützer laufen Sturm gegen eine Ausstellung in New York, bei der 70 lebende Mäuse in Plexiglas-Kästen in einer Bodenplatte zu beobachten sind. Die Schau “Prehysteria” des Künstlers Joseph Grazi dreht sich um Ur-Ängste des Menschen in seiner natürlichen Umgebung.

Auf dem Weg zu einem 2,70 Meter großen Säbelzahntiger aus Holz müssen Besucher der Galerie Castle Fitzjohns in Manhattan über eine Bodenplatte laufen. Auf den ersten Blick wirkt das Schachbrettmuster wie ein gekachelter Fußboden, bald entdeckt man darin aber weiße Mäuse in den 40 mal 40 Zentimeter großen Kästen.

Die sensiblen Nager müssten ständig fürchten, zu Tode getrampelt zu werden, schreibt die Tierschutzorganisation Peta in einer Petition, die das sofortige Ende der Schau fordert. Rund 100 Menschen versammelten sich nach Angaben der Galerie bereits zu einem Protest gegen die Ausstellung, die noch bis kommenden Montag läuft.

Galerie-Mitbetreiber Elliot Clarke kann die Aufregung nur bedingt nachvollziehen. “Wir geben ihnen ein reichhaltigeres Leben, als wenn sie an Schlangen verfüttert oder von Labors und Medizinstudenten genutzt werden”, sagte Clarke der Deutschen Presse-Agentur. Der Galerie zufolge bekommen sie regelmäßig Futter und Wasser, haben jeweils Nistmaterial und einen Schlafplatz und ließen sich von den Besuchern überhaupt nicht beeindrucken. Zudem würden sie nach dem Ende der Ausstellung zur “Adoption” freigegeben.

(APA/dpa)

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