Protestaktion gegen Kälbertransporte am Platzl in Salzburg

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Tierschützer protestierten am Samstag gegen Kälbertransporte.
Tierschützer protestierten am Samstag gegen Kälbertransporte. - © FMT-Pictures/MW
Gegen Kälbertransporte demonstrierten am Samstag Tierschützer des VGT (Verein gegen Tierfabriken) am Platzl in der Stadt Salzburg. Mit erschreckenden Bildern wurde den Passanten versucht, die Tragik von Tiertransporten zu vermitteln.

In seiner aktuellen, österreichweiten Kampagne thematisiert der VGT die äußerst kritischen, aber oft vergessenen, Transporte und Exporte von männlichen Milchkälbern. 84.000 Kälber werden laut den Tierschützern jedes Jahr in Transportern über Österreichs Grenzen ins Ausland gebracht. Drehscheiben dieser Exporte seien Sammel- und Verladestellen wie in Bergheim. Von dort aus gehe es für die kleinen Kälbchen etwa bis nach Polen, lautet die Kritik.

VGT vermisst Transparenz und Kontrolle

Transparenz gebe es, was diese Transporte angeht, nicht. So bleibe oft völlig verschleiert, was mit den Kälbern in den Zielländern passiert, so Aktivistin Lena Remich. „Unser Hauptkritikpunkt sind jedoch die Transporte selbst. Diesen sind für die erst rund 20 Tage alten Kälbchen völlig ungeeignet. Die von der Muttermilch abhängigen Tiere können noch kein Wasser als Durststiller aufnehmen – die Tränkanlagen der Transporter können jedoch nur Wasser laden. Während der zehnstündigen (oder oft illegal noch längeren) Fahrten bleiben die Kälber unversorgt“, so die Tierschützerin.

Auch das Kontrollsystem sei stark verbesserungswürdig. Kurzzeitige Schwerpunktkontrollen seien zwar auch zu begrüßen, jedoch könne durch sie kein nachhaltiges, stetiges Kontrollsystem ersetzt werden, lautet die Kritik weiter.

Erst Ende Mai dieses Jahres hatten Polizei und Mitarbeiter der Veterinärabteilung des Landes Salzburg in Bergheim (Flachgau) Tiertransporter kontrolliert. Dabei wurden zwei Anzeigen, ein Organmandat und fünf schriftliche Ermahnungen betreffend Tierschutz ausgestellt. Eine Kuh wurde tot in einem Anhänger gefunden.

Kälbertransporte: Petition zählt 87.000 Unterschriften

Mehr als 87.000 Menschen haben die aktuelle Petition des VGT bereits unterzeichnet. Positives Zeichen aus der Politik würden aber bis auf wenige Ausnahmen noch auf sich warten lassen, heißt es. Ein Übergabetermin der Unterschriften bei der Tierschutzministerin Beate Hartinger-Klein sei bereits einmal vom Büro der Ministerin platzen gelassen worden. Auch in Salzburg kamen heute unzählige Unterschriften dazu.

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