Prozess gegen Grazer Amokfahrer mit letzter Zeugenrunde

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Der sechste Verhandlungstag ist im Gang
Der sechste Verhandlungstag ist im Gang - © APA
Im Grazer Straflandesgericht ist am Dienstag der Prozess gegen Alen R. fortgesetzt worden. Er soll im Juni 2015 bei einer Amokfahrt durch Graz drei Menschen getötet und Dutzende zum Teil schwer verletzt haben. Ein Gutachter bescheinigte ihm “paranoide Schizophrenie” und meinte, er sei deswegen so teilnahmslos. Ein Zeuge berichtete, R. habe sich in seiner Gegenwart wesentlich lebhafter gegeben.

Für den sechsten Verhandlungstag waren nochmals Zeugen geladen. Einmal mehr geht es um die persönlichen Erlebnisse jener Menschen, die am 20. Juni 2015 vom Kraftwagen des Amokfahrers angefahren wurden oder sich gerade noch retten konnten.

Gutachter: Amokfahrer leidet an “paranoider Schizophrenie”

Am Montag hatte der psychiatrische Sachverständige Peter Hofmann ausgeführt, Alen R. leide an “paranoider Schizophrenie” und sei daher nicht zurechnungsfähig. “Ich habe keine einzige emotionale Regung bei ihm gesehen, das ist typisch für die Krankheit”, meinte Hofmann.

“Ich kann mich an nichts erinnern”

Der Angeklagte saß seit dem ersten Prozesstag teilnahmslos da und sprach mit schleppender, hoher Stimme. Seine stereotype Antwort lautete: “Es tut mir leid, ich kann mich an nichts erinnern.”

Justizwachebamter sagt aus

Ein Justizwachebeamter beschrieb als Zeuge, dass sich der Betroffene in der psychiatrischen Abteilung wesentlich lebhafter gab. Das sei ein Zeichen für die gute Wirkung der Medikamente, befand der Gutachter. Weitere Sachverständige sollen planmäßig am Mittwoch gehört werden.

(APA)

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