Radsport: Tirol-WM soll “härtestes Radsportevent aller Zeiten” werden

Mit zwölf Rennen an acht Tagen steigt in Tirol das "härteste Straßenrennen aller Zeiten".
Mit zwölf Rennen an acht Tagen steigt in Tirol das "härteste Straßenrennen aller Zeiten". - © APA/Robert Parigger
Die Straßenrad-WM von 22. bis 30. September 2018 in Innsbruck soll das “härteste Radsportevent aller Zeiten” werden. Das versprach Georg Spazier, der CEO und OK-Chef auf einer Präsentation am Mittwoch in St. Moritz. Auf dem Programm beim “größten Sommersportevent aller Zeiten in Tirol” stehen an acht Tagen zwölf Medaillenentscheidungen, das Ziel für alle Rennen ist vor der Hofburg in Innsbruck.

Der Tiroler Spazier hat Erfahrung mit Rad-Großereignissen, er war bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro Pressechef des Bahnradstadions. 1.000 Athleten und 700 Medienvertreten werden in Innsbruck erwartet, übertragen wird die WM in 150 Länder. Das Motto lautet “Riding the Heart of the Alps”, dementsprechend will man gemäß Vorlagen des Weltverbandes UCI versuchen, das Maximum an Distanzen und Höhenunterschied auszureizen.

270 Kilometer und 5.000 Höhenmeter bei Tirol-WM

Alle Rennen werden außerhalb von Innsbruck gestartet, in welchen Orten genau, wird kommende Woche auf einer Pressekonferenz in Innsbruck bekanntgegeben. “Es gibt schon Streckenführungen, die von der UCI Road Commission aber erst freigegeben werden”, erklärte Spazier. Das sollte aber nur Formsache sein. So viel sei aber schon gesagt: “Das Road Race wird mit knapp 270 Kilometern und an die 5.000 Höhenmetern eines der schwersten überhaupt werden. Bei den Zeitfahr-Rennen sind nicht so viele Höhenmeter eingebaut, aber es hat ein paar giftige Anstiege, damit die Fahrer merken, dass sie in Tirol zu Hause sind und nicht in der Wüste von Doha, wo zuletzt die WM war.”

Denifl: “Eine brutal schwere Strecke”

Eine Heim-WM sei eine super Sache, noch dazu vor der Haustür, sagte Profi Stefan Denifl in einer eingeblendeten Videobotschaft. “Das wird eine brutal schwere Strecke. Extrem anspruchsvoll bis brutal. Eine der schwersten Weltmeisterschaften, die wir je gesehen haben.” Auch der slowakische Weltmeister Peter Sagan drückte seine Vorfreude per Video aus. Persönlich anwesend im TirolBerg der Alpinski-Weltmeisterschaften von St. Moritz waren am Mittwoch die Ex-Fahrer Mario Cipollini (ITA) und Fränk Schleck (LUX), die am Vormittag auf der Corviglia Skifahren waren, sowie der zweifache Österreich-Tour-Sieger Thomas Rohregger und Ex-Ski-Ass Benjamin Raich. “Die WM in Tirol wird sehr hart werden”, glaubt auch 2002-Weltmeister Cipollini. Und Kletterer Schleck bedauerte seinen Rücktritt. “Das wäre ein perfektes Rennen für mich geworden. Es kommt zwei Jahre zu spät.

Österreich zum dritten Mal Ausrichter des Rad-Großereignisses

Der mehrfache Ski-Olympiasieger und -Weltmeister Raich unterstrich die Wichtigkeit eines solchen Veranstaltung für den heimischen Nachwuchs. “Für die Jungen in Österreich ist es wichtig, so ein großes Event daheim zu haben. Es ist wichtig, die Idole ganz nahe zu sehen.” Der Pitztaler erklärte, dass Radfahren immer ein großer Teil seines Trainings gewesen sei. Cipollini meinte, dass das umgekehrt bei ihm nicht der Fall gewesen sei, Raich nach Alberto Tomba aber sein zweitliebster Skifahrer sei. Raich und Cipollini verabredeten prompt einen gemeinsamen Skitag. Österreich ist zum dritten Mal nach 1987 (Villach/Faaker See) und 2006 (Salzburg) Ausrichter des Rad-Großereignisses. Bei der WM finden Rennen im Teamzeitfahren, Einzelzeitfahren und Straßenrennen für die Elite und Nachwuchsklassen statt.

(APA)

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