14. Juli 2011 14:25; Akt.: 14.07.2011 14:25

Rapid forschte nach Platzsturm fünf Verdächtige aus

Fünf Verdächtige sind nach dem Platzsturm ausgeforscht. Fünf Verdächtige sind nach dem Platzsturm ausgeforscht. - © APA
Nach dem Platzsturm im Hanapi-Stadion vom 22. Mai müssen sich fünf Rapid-Rowdies vor Gericht verantworten.

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Nach dem Platzsturm im Wiener Hanappi-Stadion am 22. Mai, durch den der Abbruch des Fußball-Derbys gegen Austria erzwungen wurde, hat die Justiz vorerst fünf Verdächtige ermittelt. Bei der Staatsanwaltschaft Wien ist in dieser Sache ein Strafverfahren wegen Landzwangs anhängig, in dessen Rahmen bisher sieben Hausdurchsuchungen durchgeführt worden sind. Wie Behördensprecher Thomas Vecsey am Donnerstag erklärte, könnte sich der Kreis der Verdächtigen Rapid-Rowdies noch deutlich erweitern.

Viele Rapid-Rowdies mit Videobeweis überführt

Der Anklagebehörde steht umfangreiches Bild- und Video-Material zur Verfügung, dessen Auswertung noch nicht abgeschlossen ist. Zwar waren etliche Rapid-Rowdies vermummt auf den Platz gelaufen, dürften in einigen Fällen aufgrund auffälliger Tätowierungen jedoch für Eingeweihte durchaus erkennbar gewesen sein. Möglich wäre auch, dass sich die teilweise auffällig adjustierten Männer vor oder zu Beginn des Matches noch nicht maskiert hatten und es daher Bildmaterial gibt, auf denen ihre Gesichter zu sehen sind.

85 Rapid-Rowdies kommen nach Platzsturm vor Gericht

Derzeit noch unklar ist, ob an dem Platzsturm Störenfriede beteiligt waren, die bereits an Ausschreitungen am Wiener Westbahnhof im Mai 2009 beteiligt gewesen waren. 85 Rapid-Rowdies werden sich deswegen im kommenden Herbst im Wiener Straflandesgericht wegen Landzwangs zu verantworten haben. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft 86 Personen angeklagt, doch ein Mann konnte mittlerweile nachweisen, dass er an den Gewalttätigkeiten nicht unmittelbar beteiligt war, so dass ihm ein Auftritt vor Gericht erspart bleibt.

(APA/red)

 



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