Raw Air: ÖSV-Adler in Oslo auf Platz drei

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StefanKraft und Co. haben noch die Chance auf eine Medaille. (Archivbild)
StefanKraft und Co. haben noch die Chance auf eine Medaille. (Archivbild) - © AFP PHOTO / NTB SCANPIX / Jon Olav Nesvold
Hauchdünn, aber doch haben Österreichs Skispringer am Samstag im Teambewerb auf dem Holmenkollen in Oslo die Rückkehr auf das Siegespodest geschafft. Gregor Schlierenzauer, Clemens Aigner, Michael Hayböck und Stefan Kraft belegten nur 0,4 Zähler vor Deutschland den dritten Rang. Der Sieg ging überlegen an Gastgeber Norwegen, fast 60 Zähler vor Polen.

In der “Raw Air”-Wertung führt Kamil Stoch nach zwei Bewerben bzw. drei Sprüngen mit 428,8 Punkten vor drei Norwegern, angeführt von Robert Johansson (421,3). Bester Österreicher in der Einzelwertung ist Titelverteidiger Stefan Kraft als Neunter rund 35 Zähler dahinter. Kraft hatte als Schluss-Springer mit 125,5 Metern sein Potenzial nach 128 im ersten Durchgang nicht ganz ausgeschöpft. “Ganz so spannend hätte ich es nicht machen müssen”, meinte der Salzburger im ORF-TV-Interview selbstkritisch, sah aber auch das Positive. “0,4 Punkte vorne, das tut wieder mal richtig gut”, sagte Kraft, der über gewisse Rückenprobleme klagt. “Links unten zwickt es, aber es geht.”

Kraft: “Schaue von Wettkampf zu Wettkampf”

Den Kampf um die “Raw Air”-Wertung hat Kraft nicht nur deshalb nicht ganz oben auf der Prioritätenliste: “Ich schaue von Wettkampf zu Wettkampf. Es wird sicher zum Schluss in Vikersund nochmals spannend, bis dahin konzentriere ich mich auf das, was ich zu tun habe.”

Schlierenzauer: “Sehr gut war es noch nicht”

Besonders zufrieden mit seinem Auftritt durfte aus österreichischer Sicht Schlierenzauer sein. Der 28-jährige Tiroler legte nach einem 131-Meter-Satz im Probedurchgang auch im Bewerb 131 und 128,5 Meter nach und zeigte damit vielleicht seine konstanteste Leistung seit langem. “Die Konstanz nehme ich mit”, sagte Schlierenzauer im ORF-TV-Interview. “Sehr gut war es noch nicht. Die Dichte ist sehr hoch, der zweite Durchgang war nicht mehr ganz so sauber. Aber natürlich ist es Nörgeln auf höherem Niveau”, gestand Schlierenzauer, der nach seinem zweiten Bewerbssprung seine Ski gestreichelt und auch geküsst hat.

Kuttin ist erfreut

Noch vor Jahresfrist wäre ein dritter Platz nicht so großer Grund zur Freude gewesen, doch die Österreicher schienen zuletzt mannschaftlich auf dem vierten Rang “einzementiert” zu sein. “Alles, was nicht so leicht hergeht, ist mehr wert”, meinte Schlierenzauer dazu.

Cheftrainer Heinz Kuttin war erfreut. “Wir haben uns das erarbeitet. Wir sind in letzter Zeit wieder besser in Schuss gekommen. Wir haben heute anders aufgestellt. Schön, wenn es zum Schluss so knapp wird und wir endlich wieder den Schritt auf das Podest schaffen.”

Zweiter Podestplatz in dieser Saison

Im sechsten zum Nationencup zählenden Mannschaftsbewerb war es nach Wisla (3.) erst der zweite Podestplatz für Österreich in dieser Saison, auch bei den Olympischen Spielen waren Kraft und Co. nur Vierte geworden. Damals sogar mit fast 100 Punkten Rückstand auf Bronze.

Die “Raw Air” wird nun am Sonntag (14.20 Uhr/live ORF eins) mit dem Einzelbewerb auf dem traditionellen Holmenkollen-Bakken fortgesetzt. Weitere Schauplätze der zehn Bewerbe umfassenden, mit 60.000 Euro für den Gesamtsieger dotierten Serie sind Lillehammer, Trondheim und Vikersund.

(APA)

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