Real Madrid zum 40. Mal ungeschlagen – 3:3 in Sevilla

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Sevilla war über weite Strecken das stärkere Team
Sevilla war über weite Strecken das stärkere Team - © APA (AFP)
Real Madrid hat am Donnerstag Historisches geschafft. Durch das 3:3 im Achtelfinal-Rückspiel des spanischen Fußball-Cups auswärts gegen den FC Sevilla sind die “Königlichen” schon seit 40 Pflichtspielen ungeschlagen, was einen neuen Rekord im Land des Weltmeisters von 2010 bedeutet. Zuvor hatte man sich die Bestmarke mit dem Erzrivalen FC Barcelona geteilt.

Die bisher letzte Niederlage kassierte Real beim 0:2 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am 6. April 2016 in Wolfsburg. Dass die Erfolgsserie der Madrilenen in Sevilla hielt, war allerdings auch einer gehörigen Portion Glück zu verdanken – bis zur 83. Minute lagen die Hausherren als klar stärkeres Team mit 3:1 in Führung, ehe die Gäste durch ein Tor von Karim Benzema Sekunden vor dem Schlusspfiff noch den Ausgleich schafften.

“Sevilla hat großartig gespielt und hätte sich wahrscheinlich den Sieg verdient”, gab Real-Coach Zinedine Zidane zu, merkte aber auch an: “Wenn man beide Partien betrachtet, haben wir uns den Aufstieg verdient.” Das Achtelfinal-Hinspiel hatte Real in der Vorwoche mit 3:0 gewonnen, weshalb am Donnerstag Cristiano Ronaldo und Luka Modric geschont wurden.

Auf Kapitän Sergio Ramos wollte Zidane hingegen nicht verzichten, und der Innenverteidiger dankte es mit einem lässig ins Tor geschupften Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:3. Danach jubelte der spanische Internationale im Stadion seines Ex-Clubs provokant mit den Händen hinter den Ohren – als Reaktion auf Schmährufe der Sevilla-Fans gegen seine Mutter.

“Wenn sie meine Mutter beleidigen, verdienen sie sich die Geste. Ich war nicht respektlos gegenüber Sevillas Fans. Bei dem einen Teil entschuldigte ich mich, bei dem anderen nicht. Sevilla wird immer mein Zuhause sein”, sagte er danach. Außerdem meinte Ramos: “Wenn ich begraben werde, wird es zwei Flaggen geben: die von Sevilla und die von Real Madrid.”

Schon am Sonntag drohen dem Real-Abwehrspieler neuerlich beleidigende Sprechchöre, wenn das “weiße Ballett” in der Liga wieder im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan gegen den FC Sevilla antreten muss. “Das wird das nächste schwierige Spiel. Sevilla hat eine großartige Mannschaft und ist nicht zufällig Zweiter”, betonte Zidane.

Der regierende Europa-League-Sieger und Champions-League-Achtelfinalist liegt nach Verlustpunkten gerechnet sieben Punkte hinter Real Madrid und einen Zähler vor dem FC Barcelona, der bereits am Samstag den Tabellenachten Las Palmas empfängt.

(APA)

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