Red Bull Air Race: Finaler Showdown in Spielberg

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Für Hannes Arch geht es am Sonntag um den Titel.
Für Hannes Arch geht es am Sonntag um den Titel. - © Red Bull Content Pool/Mirja Geh
Das Red Bull Air Race geht am Sonntag in Spielberg (Steiermark) ins große Finale. Vor Heimpublikum will der Wahlsalzburger Hannes Arch zum zweiten Mal nach 2008 Weltmeister werden.

Noch herrscht am Spielbergring Ruhe vor dem Sturm. Eifrig wird alles für das große Finale am Sonntag vorbereitet, die Hangar sind bezogen. 30.000 Zuschauer werden auf der Grandprix-Strecke erwartet, die erstmals nach einer dreijährigen Sicherheitspause Schluss- und Höhepunkt der Comeback-Saison im Red Bull Air Race ist.

 

Alle Fakten zum Rennen am Spielberg. / APA Alle Fakten zum Rennen am Spielberg. / APA ©

Arch macht Jagd auf Titel

Besonders gespannt auf den finalen Showdwon ist Hannes Arch. Nachdem Arch Mitte der Saison noch überlegen geführt hat, kommt der Steirer nun bei fünf Punkten Rückstand auf den Briten Nigel Lamb als Angreifer nach Spielberg.

“Ich muss gewinnen, Nigel darf nur Dritter werden”, ist Arch bewusst, dass er mit seiner 400 km/h schnellen Zivko Edge auf dem anspruchsvoll engen und schnellen Kurs eine Top-Leistung bringen muss. “Aber rein mental bin ich in der besseren Position”, gibt sich der 47-Jährige zuversichtlich. “Ich brauche keine Taktik mehr, es gibt für mich nur mehr gewinnen oder verlieren. Denn ob ich Zweiter oder Dritter werde, ist mir egal.”

 

Schwache zweite Saisonhälfte

Dabei schien Arch, Weltmeister des Jahres 2008, nach den Plätzen 2-1-2-1 sowie einem Vorsprung von 13 Zählern bereits einem sicheren zweiten Titel entgegen zu fliegen. Doch ein Missverständnis in Ascot änderte alles. Arch hörte statt des traditionellen “smoke on” ein anderes Kommando, wollte eine Notlandung einleiten und wurde nur Achter. “Es war ärgerlich, denn bis England hätte es nicht besser laufen können. Hätte ich auch Ascot gut hinter mich gebracht, wäre die WM eine gemähte Wiese gewesen”, ist Arch bewusst.

Stattdessen tauchten plötzlich “tausend Fragen” auf. Es folgte Verunsicherung und ein missglückter Versuch, das Flugzeug schneller zu machen. Nach zwei achten Plätzen war auch die WM-Führung futsch. Erst zuletzt in Las Vegas vertraute man wieder auf die gewohnte Abstimmung. “Ich hatte mich zu lange und zu sehr nur mit der Technik beschäftigt und auf das Fliegen vergessen”, weis Arch.

 


Das finale „Fly-In” der Red Bull Air Race Piloten ist am Donnerstag über die Bühne gegangen. Die Athleten nutzten die Gelegenheit, um im Vorfeld des WM-Showdowns ihre Hightech-Maschinen auf Herz und Nieren zu prüfen. Am Freitag folgt das erste Training
Für Arch würde mit dem Titel beim “Finale dahoam” ein Lebenstraum in Erfüllung gehen. Der Steirer ist nur 35 Straßen-Kilometer von der Rennstrecke entfernt in Trofaiach aufgewachsen. Eltern, Schul- und Kletter-Kumpels werden neben Freundin Miriam Höller, einem deutschen Action-Model, vor Ort die Daumen drücken.

Heimrennen als Vorteil?

Dabei hatte Arch bis kurz vor dem Rennen noch “Bammel” vor dem großen Heimauftritt. “Bis ich gemerkt habe, dass ich mir den Druck selbst mache. Die Fans kommen ja um mich zu unterstützen und nicht, um mich fertig zu machen”, freut sich Arch schon auf die kesselartige Arena und die 30.000 Zuschauer mit rot-weiß-roten Fahnen, die er schon beim Show-Flug während des Grand Prix genießen konnte. “Das motiviert mich sehr. Ich möchte unbedingt ins Finale kommen und die Chance wahrnehmen.”

Daheim und am Nationalfeiertag zu gewinnen, wäre deshalb für Arch “mega”. Seit sechs Jahren bereite er sich auf diesen Moment vor, betonte er. “Es ausgerechnet hier zu vollenden, wäre mehr als ein Traum. Aber eigentlich reicht es schon, das Rennen hier zu fliegen. Der Titel wäre die Krönung.”

 

Aktueller WM-Stand 2014 vor dem Finale (7 von 8 Rennen):

1. Nigel Lamb (GBR) 53 Punkte – 2. Hannes Arch (AUT) 48 – 3. Paul Bonhomme (GBR) 47 – 4. Pete McLeod (CAN) 37 – 5. Matt Hall (AUS) 33 – 6. Nicolas Ivanoff (FRA) 30 – 7. Matthias Dolderer (GER) 21 – 8. Martin Sonka (CZE) 11 – 9. Yoshihide Muroya (JPN) 10 – 10. Peter Besenyei (HUN) 6 – 11. Kirby Chambliss (USA) 5 – 12. Michael Goulian (USA) 0

Die bisherigen Weltmeister: 2005 Mike Mangold (USA), 2006 Kirby Chambliss (USA), 2007 Mangold; 2008 Hannes Arch (AUT), 2009 Paul Bonhomme (GBR), 2010 Bonhomme. 2011-2013 Keine WM ausgetragen.

Die Rennen am Spielberg werden Live bei ServusTV übertragen: Qualifying Samstag (25. Oktober) ab 16 Uhr; Rennen (26. Oktober) ab 14:15 Uhr. Website: www.servustv.com/airrace

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