Red Bull gilt als begehrtester Arbeitgeber Österreichs

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Dietrich Mateschitz ist demnach der begehrteste Chef Österreichs.
Dietrich Mateschitz ist demnach der begehrteste Chef Österreichs. - © APA/erwin Scheriau
Getränkehersteller und Sportsponsor Red Bull mit Sitz in Fuschl (Flachgau) ist der beliebteste Arbeitgeber in Österreich – sowohl bei der “breiten Masse” der BWL-Studierenden wie auch bei den “High Potentials”. An zweiter Stelle landet bei letzteren der Berater Boston Consulting Group, auf Platz drei findet sich Google, das auch bei den Nicht-Karrieretypen an dritter Stelle liegt.

Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage (Sample: 7.700 Studierende in Österreich aus wirtschaftsnahen Fächern) des deutschen trendence Institutes hervor. Demnach ist die Beraterbranche bei High Potentials, doppelt so beliebt wie beim Durchschnitt. Und 52,4 Prozent der High Potentials haben bereits eine feste Jobzusage vor Ende ihres Studiums (Durchschnitt: 37,1 Prozent).

Außenministerium ein erstrebenswerter Arbeitsplatz

Ein Drittel der High Potentials möchte im Ausland arbeiten – doppelt so viele wie im Durchschnitt. Beliebte Länder sind Deutschland, USA, UK, Schweiz, Australien. Überdurchschnittlich begehrt bei High Potentials ist China.

Trotz aller Unkenrufe von wegen Politikverdrossenheit ist das Außenministerium ein besonders anstrebenswerter Arbeitsplatz. Bei den High Potentials steht es am siebenten Platz, über alle Befragten hinweg war es gar Platz fünf. Und noch etwas überrascht: Der Spruch “wer nichts ist und nichts kann geht zu Post und Bahn” könnte falscher nicht sein. Die Bundesbahnen landen bei den karrierebewussten Personen auf Platz 15 noch vor Microsoft und Mercedes. Bei der breiten Masse der Studierenden hingegen landete die Staatsbahn nur auf Platz 24.

High Potentials arbeiten mehr – wollen aber auch mehr Geld

Was weiters auffällt: Der Bubentraum vom Job bei einem Autobauer ist ausgeträumt – nur für rund fünf Prozent hat er Top-Attraktivität und liegt damit hinter dem öffentlichen Sektor.

Fazit von trendence: High Potentials sind eher Spezialisten als Generalisten, sie wollen lieber in einem Großkonzern arbeiten und nutzen eher Trainee-Programme für den Einstieg als der durchschnittliche Student. Sie sind bereit, mehr zu arbeiten, verlangen sie auch mehr Jahresgehalt und zwar 39.900 Euro, 5.300 Euro mehr als der Durchschnitt. Außerdem sind High Potentials Status und Prestige des Arbeitgebers wichtiger als ihren Kommilitonen. Die Karriereperspektive steht ganz oben auf der Wunschliste, während sie beim durchschnittlichen Wirtschaftswissenschaftler erst auf Rang sechs kommt.

(APA)

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