26. Juli 2010 10:57; Akt.: 26.07.2010 10:57

Red Bull mit Respekt vor "Hitzeschlacht" und Omonia Nikosia

Coach Huub Stevens über bis zu 40 Grad: "Gut für Urlauber, aber nicht für Fußballer". - Archiv Coach Huub Stevens über bis zu 40 Grad: "Gut für Urlauber, aber nicht für Fußballer". - Archiv - © Red Bull/GEPA
Die Generalprobe ist ins Wasser gefallen. Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg sieht sich für sein Drittrunden-Hinspiel der Qualifikation zur Champions League dennoch gerüstet. Gegner ist am Dienstag (18 Uhr live ORF1) nicht nur Zyperns Champion Omonia Nikosia sondern auch die große Hitze, die auf der Mittelmeerinsel erwartet wird. Bis zu 40 Grad soll es noch zur Anstoßzeit im Nationalstadion haben können.

“Diese Temperaturen sind gut für Urlauber, aber nicht für Fußballer“, meinte Salzburg-Trainer Huub Stevens. Die Bedingungen will der 56-jährige Niederländer aber keineswegs als Ausrede gelten lassen. “Wir sind darauf vorbereitet.” Mehr Kopfzerbrechen als die bevorstehende Hitzeschlacht bereitet Stevens da schon der Gegner, der 20-fache zypriotische Meister, den er nach der Auslosung als schwerstes mögliches Los bezeichnet hatte.

“Das ist ein starker Gegner, der jeder Mannschaft Schwierigkeiten bereiten kann”, betonte Stevens. In den vergangenen beiden Jahren waren jeweils zypriotische Teams in die Gruppenphase der Champions League eingezogen – 2008 nach Quali-Aufstieg gegen Rapid Wien war es Anorthosis Famagusta, 2009 der Stadtrivale APOEL Nikosia. Beide Clubs hatte Omonia in der abgelaufenen Saison unter dem griechischen Coach Panagiotis Lemonis hinter sich gelassen.

Salzburger Festspiele dürfen also nicht erwartet werden. Während sich die Zyprioten gegen FK Renova aus Mazedonien zweimal sicher durchgesetzt hatten, blamierten sich die Mozartstädter im Zweitrunden-Rückspiel auf den Färöern (0:1 gegen HB Torshavn). Liebend gerne hätten sich die Bullen im Westderby gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck rehabilitiert, das Spiel musste am Samstag aber wegen anhaltenden Regens abgesagt werden.

“Für unseren Rhythmus wäre das Spiel sehr wichtig gewesen”, weiß Stevens. Denn wirklich eingespielt ist seine Truppe noch nicht. Mit Sturmtank Joaquin Boghossian machte im 19-köpfigen Kader auch ein neuer Mann die dreieinhalb Stunden lange Flugreise nach Zypern mit. Ob der 1,97 m große Uruguayer auf Kosten von Roman Wallner von Beginn an stürmen wird, stand allerdings noch nicht fest. “Wir müssen ihn erst ins Team integrieren”, sagte Stevens.

Auch bei Omonia hat der neue Stürmerstar bisher nicht von Beginn an gespielt. Lomana Tresor Lua Lua war seinem Ex-Trainer Lemonis von Olympiakos Piräus auf die Insel gefolgt. Zuvor hatte der 29-jährige Kongolese unter anderem in England für Newcastle United und Portsmouth gespielt. Mit Zyperns Rekordtorjäger Michalis Konstantinou und dem Peruaner Hernan Rengifo stehen an vorderster Front aber zwei weitere aktuelle Teamspieler zur Verfügung.

Salzburg muss neben den Langzeitverletzten Eddie Gustafsson und Robin Nelisse nach dessen Mittelfußbruch in Torshavn auch auf den Deutschen Simon Cziommer verzichten. Die zuletzt angeschlagen gewesenen Christian Schwegler und David Mendes dürften dagegen rechtzeitig fit werden. Der wieder im Training befindliche Kameruner Somen Tchoyi trat die Reise im Gegensatz zum Dänen Thomas Augustinussen ebenfalls an. Das Rückspiel steigt am Mittwoch nächster Woche (4. August) in Salzburg.


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