Red Bull Salzburg bewies bei Sturm-Niederlage viel Moral

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Der erst 17-jährige Upamecano (li.) machte ein bärenstarkes Spiel.
Der erst 17-jährige Upamecano (li.) machte ein bärenstarkes Spiel. - © Red Bull / GEPA
Selten zuvor ist eine Salzburger Mannschaft nach einer Niederlage so bejubelt worden wie die Bullen am Sonntag. Der Titelverteidiger in der heimischen Fußball-Meisterschaft musste sich im Spitzenspiel gegen Sturm Graz zu Hause zwar mit 0:1 geschlagen geben, erhielt aber ob der spielerisch und kämpferisch starken Leistung sogar Standing Ovations.

Salzburg machte trotz der Ausschlüsse von Konrad Laimer (Gelb-Rot in der 38. Minute) und Josip Radosevic (Rot in der 69.) im Finish viel Druck und hätte sich ein Remis hoch verdient. Doch Hee Chan Hwang (74.) und Valon Berisha (92./Latte) vergaben zwei Riesenchancen für ein Happy End. Schon davor waren die Salzburger das bessere Team, scheiterten aber im Abschluss. “Ich beglückwünsche Sturm Graz, aber ich beglückwünsche auch meine Mannschaft zu dieser Charakterleistung. Wir hätten uns heute mehr verdient”, hob Trainer Oscar die Moral seiner Schützlinge hervor.

Kritik an Schiedsrichter Weinberger

Lob gab es auch von den Verantwortlichen. “Wir waren zu elft, zu zehnt und zu neunt die klar bessere Mannschaft und hatten hochkarätige Torchancen, umso bitterer ist diese Niederlage”, meinte Geschäftsführer Jochen Sauer. Kritik gab es dafür für Schiedsrichter Julian Weinberger. Beide Ausschlüsse waren absolut vertretbar, allerdings monierte Sauer eine uneinheitliche Linie. “Es waren Fouls, wenn er das so sieht, ist das seine Sache. Es gab aber genug Szenen, wo er nicht so konsequent gepfiffen hat. Es war keine Linie drinnen, aber das ist das Wichtigste bei einem Schiedsrichter”, kritisierte Sauer. Auch der ausgeschlossene Laimer war mit den Entscheidungen nicht einverstanden. Er sah sein zweites Foul “nicht übertrieben schlimm. Wenn wir irgendetwas machen, bekommen wir sofort eine Karte”.

Salzburg mit einem Tor in drei Spielen

Der sportliche Leiter Christoph Freund ärgerte sich aber auch über die mangelnde Effizienz vor dem Tor. “Wir können uns mit dieser Leistung überhaupt nichts kaufen. Wenn man in den letzten drei Spielen nur ein Tor macht, dann ist das zu wenig”, erklärte er. Sieben Punkte hat der regierende Meister nun schon Rückstand auf Sturm, dennoch herrscht unverändert Zuversicht. “Es sind erst zehn Runden gespielt, für mich ist wenig passiert”, meinte Sauer. Auch Laimer sieht es ähnlich. “Es sind noch genug Runden zu spielen, wir holen uns schon noch die nötigen Punkte. Wir haben heute gezeigt, was für eine Moral in unserer Mannschaft steckt und darauf werden wir in den nächsten Runden aufbauen”, gab sich der 19-Jährige überzeugt.

(APA)

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