Red Bull Salzburg gewinnt 4:1 gegen Wiener Neustadt

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Red Bull Salzburg erarbeitete sich in der elften Runde der tipico Bundesliga einen 4:1-Heimsieg über Wiener Neustadt. Das deutliche Ergebnis trügt allerdings.




Der Meister dominierte zwar optisch den Außenseiter aus Wiener Neustadt, tat sich aber nicht so leicht, wie es das Ergebnis vermuten ließe. Nach einer vielversprechenden Anfangsphase, schlich sich bei den Bullen nach dem Anschlusstreffer Unsicherheit ein. Erst Joker Soriano holte spät die Kohlen aus dem Feuer. Red Bull Salzburg bleibt durch den Sieg auf dem zweiten Tabellenplatz und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf Leader WAC.

“Wir haben gut losgelegt, sind schnell 2:0 in Führung gegangen. Nach dem Anschlusstor hat uns Wiener Neustadt aber doch einige Probleme bereitet, da hatten wir einigen Leerlauf. Man darf aber nicht vergessen, dass die Mannschaft in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hat”, fasste Bullen-Trainer Adi Hütter zusammen.

FC Red Bull Salzburg – SC Wiener Neustadt   4:1 (2:1)
Tore: Peter Ankersen (4.), Marcel Sabitzer (22.), Jonatan Soriano (78.), Kevin Kampl (85.) bzw. Herbert Rauter (32.)
7.214 Zuschauer

Hütter rotiert in der Aufstellung

Hütter machte seine Ankündigung wahr und rotierte in seiner Startelf. So präsentierte sich die Ersatzbank hochkarätig. Ulmer, Leitgeb, Alan und Soriano durften das Geschehen erst einmal von außen betrachten. Dafür startete Nils Quaschner im Sturm, Peter Ankersen und Benno Schmitz besetzten die Positionen der Außenverteidiger. Die Innenverteidigung bildeten Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker, der den gesperrten Andre Ramalho vertrat und die Salzburger als Kapitän anführte. Damit war das auch die jüngste Startelf in der Ära Red Bull. Durchschnittsalter exakt 21 Jahre und 299 Tage. Und wie schon gegen Astra Giurgiu standen wieder fünf Spieler in der Anfangsformation, die über die Red Bull Nachwuchsakademie oder den FC Liefering den Sprung zu den Profis schafften.

Red Bull Salzburg findet Leichtigkeit wieder

„Wiener Neustadt wird kommen um zu mauern“, prophezeite Hütter vor dem Spiel und sollte damit auch Recht behalten. Doch er stellte seine Mannschaft perfekt darauf ein. Kampl und Co. drückten die Gäste in die eigene Hälfte rein und ließen ihnen keinen Raum. Die Bemühungen trugen in Form des frühen (4.) Treffers von Ankersen schnell Früchte. Der Däne wurde von Quaschner mit einem Raum-öffnenden Querpass bestens bedient. Taktisch kamen die Salzburger ihrem – zu Saisonbeginn so erfolgreichen – Pressing wieder ein wenig näher. Die imaginäre Angriffslinie wanderte im Vergleich zu den letzten Spielen einige Meter weiter vor. Weil Wiener Neustadts Mauer löchrig war, boten sich Lücken, die von den Bullen genutzt wurden. Nach zwei vergebenen Chancen von Kampl, stellte Sabitzer nach 22 Minuten auf 2:0. Dem Tor ging erneut eine schnörkellose, schnelle Passstafette voran. Bezeichnend für die wiedergefundene Leichtigkeit von Red Bull Salzburg.

 

Gegentor zeigt Wirkung

Zu leicht nahm es anscheinend die Salzburger Abwehr. Nach ein, zwei Schnitzern – die unbestraft blieben – wurde die Defensive durch einen langen Ball in die Tiefe ausgehebelt. Herbert Rauter (32.) lief allen davon, ließ Ilsanker aussteigen und traf zum 2:1-Anschlusstreffer. Es war der Zeitpunkt, an dem alle 7.214 Zuschauer im Stadion auf die Reaktion warteten. Tatsächlich wurde der Spielfluss unterbrochen und die Niederösterreicher kamen besser ins Spiel. Kampl vergab in dieser Phase, vor der Pause sogar noch zwei gute Möglichkeiten und somit die Rehabilitation. Mit den vergebenen Chancen fingen die Bullen wieder an mit sich zu hadern. Zum Pausenpfiff gesellten sich auch vereinzelte Pfiffe von Rängen. Geduld sieht anders aus.

Wiener Neustadt wittert Chance

Gewohntes Bild nach Seitenwechsel: Red Bull Salzburg schnürte Wr. Neustadt in der eigenen Hälfte ein und lief gegen die blaue Mauer an. Weil aber der Torerfolg ausblieb, rechneten sich auch die Gäste noch etwas aus. Beinahe gelang Rauter (54.) durch einen Schuss aus 20 Metern der Ausgleich. Fast im Gegenzug knallte Ankersen (55.) den Ball aus großer Distanz an die Latte. Ein Tor lag in der Luft. Keita und Sabitzer vergaben jeweils und die Mannschaft von Trainer Heimo Pfeifenberger agierte immer frecher. Obwohl sich dadurch mehr Räume ergaben, blieb Red Bull Salzburg zu harmlos. Nicht nur das Publikum wurde unruhig.

Joker sticht erneut

Hütter brachte mit Alan und Soriano (für Quaschner und Bruno) seine torfgefährlichsten Spieler – sie sollten den Sack zumachen. Wie schon beim 2:1-Sieg bei Rapid bewies Hütter ein goldenes Händchen. Soriano machte mit seinem ersten Ballkontakt – ein Freistoß – das 3:1. Es war bereits das 19. Tor des Spaniers gegen Lieblingsgegner Wiener Neustadt. Beinahe stach auch noch der zweite Joker. Alan scheiterte allerdings an der Latte, Kampl (85.) machte es besser und erzielte den 4:1-Endstand, in einer abwechslungsreichen Bundesliga-Partie.

 

Spielansetzung zum Abgewöhnen

Alles andere als hochklassig war die Ansetzung der Partie. Der Gästesektor blieb zur Gänze leer, nur vier Niederösterreicher verirrten sich nach Salzburg. Auch die Familienkurve in der Bullen Arena war nur mager gefüllt. Sonntag, 19 Uhr ist ein Termin zum Abgewöhnen und alles andere als Familien- und Fanfreundlich. Da muss sich die Bundesliga etwas einfallen lassen. Nur 7.214 Zuschauer sprechen eine deutliche Sprache.

 

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