Red Bull Salzburg gewinnt 4:2 gegen Ried

Akt.:
Die Generalprobe für das EL-Gruppenspiel gegen Dinamo Zagreb am kommenden Donnerstag (21:05 Uhr, ORF eins) ist gelungen. Jonatan Soriano ist mit 128 Toren nun alleiniger Rekordtorschütze der Bullen. Nach dem Auswärtssieg der Grödiger gegen Tabellenführer WAC folgte ein Wechsel an der Ligaspitze. Salzburg steht wieder an Position Eins.




Die Mozartstädter dominierten das Spiel gegen die Gäste aus Ried. Abwehrfehler machten das Offensivfeuerwerk der Bullen aber zunichte. Erst Joker Marcel Sabitzer brachte die Bullen mit seinem Doppelpack kurz vor Schluss auf die Siegerstraße.

Trainer Adi Hütter nach dem Spiel: “Es war ein spannendes und interessantes Spiel, Kompliment an die SV Ried. Ich denke, wir sind der verdiente Sieger, obwohl es bis zum Schluss spannend war”, und blickte danach auf das Spiel in der Europa League, “Dinamo Zagreb ist von der Qualität her eine Steigerung – auch wir müssen uns steigern.”

FC Red Bull Salzburg – SV Ried 4:2 (2:1)
Tore: 1:0 Soriano (12.), 1:1 Thomalla (43.), Soriano 2:1 (45.), 2:2 Thomalla (62.), 3:2 Sabitzer (83.), 4:2 Sabitzer (90.)
13.846 Zuschauer

Drei Spieler feiern Pflichtspiel-Jubiläum

Nach der Länderspielpause empfing der FC Red Bull Salzburg bei traumhaftem Bauernherbst-Wetter die Gäste aus Oberösterreich. Gleich drei Spieler feierten ihr Jubiläum im Bullen-Dress. Martin Hinteregger war zum 200. Mal im Pflichtspieleinsatz für den FC Red Bull Salzburg. Alan feierte seinen 150., Stefan Ilsanker seinen 100. Einsatz. Er ist damit bereits der 21. Spieler, der die 100-Spiele-Grenze in Bullen-Pflichtspielen erreicht.

 

 

Nach nur zwei Trainingseinheiten mit dem kompletten Bullen-Kader kam der Tabellenneunte der Bundesliga zur Euro-League-Generalprobe in die Arena in Kleßheim.

 

 

Starker Beginn der SV Ried

Die Gäste aus Oberösterreich begannen furios. Bereits nach zwei Minuten konnte sich Salzburg-Keeper Peter Gulacsi mit einer Parade gegen einen Schuss aus knapp fünf Metern von Murg auszeichnen. Zehn Minuten brauchten die Salzburger, um das erste Mal gefährlich vor das Tor der Rieder zu kommen.Christoph Leitgeb scheiterte in kurzer Distanz. Torhüter Thomas Gebauer war schon geschlagen, doch ein Verteidiger rettete die Gäste mit beherztem Einsatz vor einem frühen Rückstand.

Doch der fiel in dann zwei Minuten später. Der starke Leitgeb tankte sich auf der rechten Angriffsseite durch und bediente Soriano mustergültig in der Mitte, der eiskalt abschloss und sich damit zum Rekordtorschützen kürte. Alan verpasste es, in der 16. Minute einen draufzusetzen. Nach einer erneuten Hereingabe von Leitgeb war Tormann Gebauer zur Stelle. Von da an drückte der FC Red Bull Salzburg die SV Ried in die eigene Hälfte.

Salzburger Abwehr anfällig bei Kontern

In der Folge flachte das Spiel aber zusehends ab. Viele kleine Nicklichkeiten und Abspielfehler zeichneten das Spiel. In Minute 26. hebelte ein Konter der Gäste die Bullen-Abwehr völlig aus. Denis Thomalla scheiterte frei vor dem starken Tormann Gulacsi. Zehn Minuten vor der Halbzeit verpasste Soriano das 2:0. Der Stürmer-Star setzte einen Freistoß aus 23 Metern nur knapp neben das Gehäuse.

 

Das Spiel war sehr attraktiv. /Red Bull/Gepa Das Spiel war sehr attraktiv. /Red Bull/Gepa ©

Und das rächte sich: Nach einem weiteren Rieder Konter über Walch konnte Thomalla nach einer Flanke den Ball frei ins Tor schieben (43.). Die Abwehr der Bullen war schon wie bei den Spielen zuvor völlig offen und ungeordnet. Doch die Salzburger zeigten sich unbeeindruckt vom Ausgleich. Im letzten Angriff vor der Pause scheiterte Massimo Bruno zunächst am rechten Pfosten, Soriano stand aber goldrichtig und schnürte seinen Doppelpack.

Bullen machen Dampf in Halbzeit Zwei

Die zweite Hälfte begann so, wie die erste endete. Die Bullen machten das Spiel und es dauerte nur sechs Minuten bis Alan den Ball aus kurzer Distanz über das Tor setzte. Fortan dominierte der Europa-League-Teilnehmer das Spielgeschehen, von Ried war kaum noch etwas zu sehen. Jedoch kamen die Bullen bis zur 57. Minute kaum zu Torabschlüssen. Alan war nach einem Konter völlig frei vor dem Tor, wollte Tormann Gebauer ausspielen, doch scheiterte kläglich. Drei Minuten später stand Kevin Kampl 20 Meter zentral vor dem Kasten, setzte den Ball jedoch nur Zentimeter am Tor vorbei.

Soriano vergibt Elfmeter

Wie aus dem Nichts stand plötzlich Walch nach einem Rieder Angriff völlig blank halbrechts im Strafraum der Bullen und knallte den Ball unhaltbar für Gulacsi zum 2:2 in die Maschen (63.). Der Spielverlauf stand völlig auf dem Kopf. Wie nach dem ersten Ausgleich schnellten die Bullen vors Tor der Gäste, als Kampl von Ziegl im Strafraum gelegt wurde. Der Elfmeter war eine vertretbare Entscheidung, die Soriano aber nicht nutzen konnte. Statt eines Hattricks schoss er flach rechts neben das Tor. Doch die Hausherren steckten nicht auf. Nur Augenblicke später knallte Verteidiger Ankersen den Ball aus über 20 Metern knapp vorbei.

 

Alan hat einige Chancen liegen lassen. /Red Bull/GEPA Alan hat einige Chancen liegen lassen. /Red Bull/GEPA ©

Trainer Hütter muss reagieren

Brasilianer Alan erwischte einen rabenschwarzen Tag. Nach einigen zuvor vergebenen Chancen scheiterte er auch in der 73. Minute freistehend vor dem Tor der Gäste – wenige Augenblicke darauf wurde er von Nationalspieler Marcel Sabitzer ersetzt. Soriano vergab in kurzer Zeit (80., 81.) gleich zweimal die Führung. Ried stand defensiv sehr kompakt und versuchte kaum noch Angriffe nach vorn.

In der 84. Minute erlöste Joker Sabitzer die Bullen. Nach feinem Kombinationsspiel im Strafraum der Oberösterreicher schob er den Ball aus drei Metern ein. Kevin Kampl hätte zwei Minuten später alles klarmachen können, setzte seinen sehenswerten Distanzschuss aber nur an die Latte.

 

Matchwinner Marcel Sabitzer. /Red Bull/Gepa Matchwinner Marcel Sabitzer. /Red Bull/Gepa ©

Sabitzer macht alles klar

In den vier Minuten der Nachspielzeit stellten sich die Hausherren kompakt hinten rein, den Gästen aus Ried fiel nichts mehr Zwingendes ein. Erst der letzte Bullen-Angriff des Spiels brachte die endgültige Entscheidung. Sabitzer stach ein zweites Mal zu und machte mit dem 4:2 alles klar.

Der Sieg der Bullen hätte viel höher ausfallen müssen. Gegen Dinamo Zagreb muss sich die Chancenauswertung, aber vor allem das Abwehrverhalten deutlich verbessern, sonst könnte es der FC Red Bull Salzburg schwer am Donnerstag gegen Zagreb haben.

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