Bullen gewinnen gegen St.Pölten

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Die Bullen schossen sich den Frust von der Seele.
Die Bullen schossen sich den Frust von der Seele. - © APA/HANS PUNZ
Red Bull Salzburg hat sich nach fünf sieglosen Spielen wieder ein Erfolgserlebnis beschert. Der Meister schoss sich Sonntagnachmittag im Ligaspiel beim SKN St. Pölten mit einem 5:1 (2:0) auch ein wenig den Frust von der Seele. Salzburgs Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz reduzierte sich damit auf sieben Zähler. Der Vorletzte St. Pölten hat nun zehn sieglose Spiele in Folge zu Buche stehen.


Hwang Hee-chan erzielte in der NV Arena in der 17. Minute Salzburgs Führung und legte in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte weiter nach. Nach Seitenwechsel stellten Marc Rzatkowski (52.) und Stefan Lainer (59.) auf 4:0, ehe den Niederösterreichern durch Kevin Luckassen (73.) noch das Ehrentor gelang. Fredrik Gulbrandsen (77.) traf danach noch ein weiteres Mal für den Titelverteidiger.

Hochverdienter Sieg für die Bullen

Der Erfolg war hochverdient, Salzburg ließ zu ungewohnter Ankickzeit am frühen Nachmittag von Beginn an keine Zweifel am Sieger aufkommen. Die von Trainer Oscar im Vergleich zum Europa-League-Auftritt gegen Nizza (0:1) an vier Positionen veränderten Gäste stellten die St. Pöltner vor unlösbare Probleme. Der Aufsteiger war mit dem Tempo der Gäste überfordert und bekam überhaupt keinen Zugriff auf die Salzburger Kombinationen.

Torregen in St.Pölten

In Szene setzen konnte sich Rzatkowski. Der in der Liga erstmals von Beginn an aufgebotene Deutsche traf aus kurzer Distanz vor dem leeren Tor nur die Stange. Keine zehn Minuten waren gespielt. Kurz darauf lief der Ball über Rzatkowski zu Soriano, der Hwang einsetzte. Der anstelle von Gulbrandsen in die Startelf gerückte Südkoreaner überhob den aus dem Tor geeilten Christoph Riegler zu seinem ersten Bundesliga-Tor. St. Pöltens Torhüter musste sich kurz darauf auch bei einem Fernschuss von Soriano strecken.

St. Pölten fand in der Offensive nicht statt. Dass Marco Perchtold nach nicht einmal einer halben Stunde etwas benommen vom Feld musste, lag jedoch nicht am Angriffswirbel des Meisters. Der Mittelfeldmann war nach einem Luftzweikampf angeschlagen, für ihn kam Routinier Florian Mader, der sich kurz darauf mit einer Gelbe Karte einstellte. Die Salzburger nahmen in dieser Phase Tempo aus dem Spiel. Ihr einziges Manko blieb, dass nur ein Treffer für sie zu Buche stand.

Dies änderte sich kurz vor dem Pausenpfiff. Der 20-jährige Hwang verwertete im Anschluss an einen Eckball unbedrängt per Kopf, nachdem Soriano den Ball zuvor aus wenigen Metern nicht an Riegler vorbeigebracht hatte. 10:1 Schüsse Richtung Tor zugunsten der Salzburger standen schlussendlich nach der ersten Spielhälfte in der Statistik.

SKN-Trainer reagiert mit Wechsel

SKN-Trainer Karl Daxbacher reagierte mit der Hereinnahme von Lukas Thürauer anstelle von Kapitän Daniel Segovia. Wirkung zeigte dies keine, Rzatkowski legte nach Lainer-Vorarbeit das dritte Bullen-Tor nach. Auch für den Mittelfeldspieler war es sein erstes in der Liga. Lainer beschenkte sich nach starker Leistung mit dem 4:0, leitete den Treffer mit einer Balleroberung tief in der gegnerischen Spielhälfte dabei selbst ein.

St. Pölten kam erst in der 64. Minute durch David Stec zum ersten Torschuss. Das 1:4 durch Luckassen, der einen Mader-Volley aus großer Distanz per Kopf ins Tor verlängerte, war fast schmeichelhaft für die Niederösterreicher. Der eingewechselte Gulbrandsen stellte den alten Vorsprung aber kurz darauf wieder her.

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