Red Bull Salzburg muss zum ungeliebten Gastspiel nach Wolfsberg

Gelingt Salzburg ein Sieg gegen den WAC?
Gelingt Salzburg ein Sieg gegen den WAC? - © Red Bull / GEPA
Angesichts der Tabellenlage steht Meister Red Bull Salzburg in den nächsten Wochen wohl noch vor einigen sogenannten Pflichtsiegen. Das Gastspiel beim WAC am Samstag (16 Uhr) ist eines davon. Zwei Wochen nach dem bitteren 0:1 gegen Sturm liegt man sechs Punkte hinter dem Grazer Leader, zudem wird Trainer Oscar Garcia von Personalsorgen sowohl im defensiven als auch offensiven Mittelfeld geplagt.

Ausgerechnet Flügelstürmer Wanderson, der einzige Neue, der bisher “einschlug”, fällt mit einer Oberschenkelblessur aus. “Wir haben nicht annähernd so einen Spieler, da gilt es für uns eine Lösung zu finden”, meinte Oscar, der wohl ÖFB-Teamkicker Valentino Lazaro an seine Stelle setzen wird. “Ich hätte mir von den Neuen mehr erwartet”, stellte Oscar in diesem Zusammenhang fest und ging auch auf den als Goalgetter geholten Munas Dabbur ein. “Er hat 900 Minuten gespielt, aber nur ein Tor und einen Assist aufzuweisen, von ihm erwarte ich mehr”, betonte der Spanier, der den 24-Jährigen aber nicht auf seiner gewohnten Position als Mittelstürmer, sondern als Linksaußen oder hängende Spitze zum Einsatz bringt.

Magere Salzburg-Bilanz gegen WAC

Gesetzt ist hingegen Innenverteidiger Duje Caleta-Car, der Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten (1.548) im Salzburger Kader. “Wir haben Respekt, aber keine Angst”, stellte der 20-Jährige klar. “Es ist eine sehr schwierige Aufgabe, dort zu bestehen, weil der WAC sehr aggressiv auftritt und sehr zweikampfstark ist. Wir sind aber gut vorbereitet, und mit unserer besten Leistung werden wir dort drei Punkte machen.” Allerdings war der WAC für die Bullen zuletzt ein recht unangenehmer Gegner, der in den jüngsten fünf Duellen immerhin viermal ein 1:1 geholt und zudem von den letzten fünf Heimspielen gegen Salzburg keines verloren hat (drei Siege, zwei Remis).

In der Länderspielpause hatte Oscar zwar viel Zeit, aber nicht alle Spieler zur Verfügung. “Wir haben sehr viel individuell gearbeitet, es war keine gute Woche für die Vorbereitung”, sagte er. “Manche Spieler sind erst am Dienstag gekommen und manche haben noch am Dienstag gespielt.”

“Wir haben Alternativen durch Liefering”

Bitter ist auch, dass mit dem malischen Internationalen Diadie Samassekou ein defensiver Mittelfeldmann angeschlagen zur “Herde” zurückkehrte. Weil Konrad Laimer und Josip Radosevic gesperrt sind bzw. Christoph Leitgeb (Knie) und Reinhold Yabo (krank) fehlen, kann Oscar damit auf fünf zentrale Mittelfeldkicker nicht zurückgreifen. “Die fehlen uns sehr, aber wir haben Alternativen durch den FC Liefering”, betonte Oscar, der diesmal Österreichs U21-Kicker Xaver Schlager in den Kader holte.

So oder so muss Salzburg wieder in die Spur finden, um auch klare Signale an Sturm zu senden. Immerhin blieb man in den jüngsten vier Auswärtspartien ohne Gegentor. “Das ist nicht nur das Produkt der Abwehr, sondern die ganze Mannschaft arbeitet sehr gut nach hinten”, lobte Caleta-Car auch seine Vordermänner. “Wir haben auch noch kein Tor nach Standardsituationen bekommen, das wollen wir so beibehalten. Da heißt es weiter hoch konzentriert zu bleiben.”

Pfeifenberger unter Druck

Bezüglich der Meisterfrage gibt es bei Caleta-Car aber ohnehin keine Zweifel: “Es gibt noch genug Spiele, wir müssen in jedes Spiel mit unserer Siegermentalität hineingehen. Aber am Ende werden wir wieder auf Platz eins stehen.” WAC-Coach Heimo Pfeifenberger will sich um die Bullen nicht kümmern. “Wir müssen voll auf uns schauen”, betonte der Salzburger, der die vergangenen zwei Wochen nützte, um an vermeintlichen Schwächen zu arbeiten. “Wir müssen zur Zuordnung zurückfinden, das war unser größtes Manko”, erklärte der ehemalige ÖFB-Teamkicker, dessen Team zuletzt drei Niederlagen in vier Partien kassierte.

“Entscheidend ist, dass du Feuer hast”

Er will nicht zuletzt eine bessere Einstellung sehen. “Jeder muss für den anderen hackeln, alle müssen sich dem Kollektiv unterordnen”, meinte Pfeifenberger. “Entscheidend ist, dass du Feuer hast. In gewissen Phasen ist uns das ein bisschen abhandengekommen.” Damit sollte es gegen den Meister ohnehin kein Problem geben. “Wir sind der Underdog, einigen Spielern kommt das sicher mehr entgegen.”

(APA/SALZBURG24)

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