Sondierungen nach Tirol-Wahl: Platter lässt alle hoffen

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Das Koalitionsrennen in Tirol bleibt auch nach der ersten Sondierungsrunde von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) offen. Die Chefs von SPÖ, Freiheitlichen und Grünen lobten zwar jeweils die gute Gesprächsatmosphäre. Mit wem der schwarze Wahlsieger künftig zu regieren gedenkt, verriet er aber weiterhin nicht.

Zunächst muss Platter noch am Mittwoch den Reigen der Sondierungen mit Liste Fritz und NEOS abschließen. Aber auch danach ist nicht sicher, ob er schon kundtut, mit wem er in echte Regierungsverhandlungen eintritt. Der Landeshauptmann hat nämlich bisher eine zweite Sondierungsrunde nicht ausgeschlossen. Am Dienstag nach den Gesprächen mit den Teams von SPÖ, FPÖ und Grünen blieb Platter jedenfalls unbestimmt. Vor die Presse trat er nicht, in einer kargen Aussendung teilte der Landeshauptmann bloß mit, die heutigen Gespräche seien “durchwegs positiv und angenehm” gewesen.

Zufriedene Gesprächspartner

Dies fanden auch seine Gesprächspartner oder zumindest taten sie so. SPÖ-Landeschefin Elisabeth Blanik meinte, das Treffen sei “sehr angenehm” und “atmosphärisch gut” verlaufen. Inhaltlich seien die Standpunkte “sowieso klar”, schließlich kenne man einander und die Positionen des jeweils anderen “sehr gut”. Nicht viel anders klang Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, die das Grüne Team anführte. “Wir kennen einander und haben in den letzten fünf Jahren fast täglich hart verhandelt und gemeinsam viel weiterbekommen”, betonte die Umweltlandesrätin und lobte die “atmosphärisch angenehme” Stimmung. Auch FPÖ-Landesobmann Markus Abwerzger, der Außenseiter im Koalitionspoker, wollte da nicht nachstehen. “Sehr nett, angenehm und konstruktiv” nannte er das Gespräch mit Platter und dessen Team. Ein gewisses Signal wollte wohl auch der Chef der Freiheitlichen setzen, indem er zu den Sondierungen seinen Vorgänger, den Nationalratsabgeordneten Gerald Hauser, mitnahm, der als gemäßigter Vertreter der FPÖ gilt und mit dem auch die ÖVP nicht so schlecht kann.

NEOS bilden Abschluss

Erst am Mittwoch an der Reihe sind die NEOS. Deren Landeschef Dominik Oberhofer macht sich freilich keine allzu großen Hoffnungen, und das nicht nur weil Schwarz-Pink bloß ein Mandat Überhang hätte. Er hält Schwarz-Grün für gesetzt, hofft aber zumindest, einzelne Themen der NEOS wie eine Freizeitwohnsitzabgabe auch außerhalb der Regierung umsetzen zu können. Diesen Weg geht auch die Liste Fritz. Deren neuer Abgeordneter Markus Sint will der künftigen Regierung bei einzelnen Themen wie einer Lkw-Obergrenze oder dem Themenkomplex “Leistbares Wohnen” Unterstützung anbieten. Selbst regieren will die Liste Fritz bekanntlich nicht. Einem Gespräch mit Platter wird man sich am Mittwoch deshalb aber nicht verschließen.

(APA)

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