31. Oktober 2012 17:10; Akt.: 31.10.2012 18:45

Regionalliga: Das S24-Halbjahres-Zeugnis

Das Highlight-Spiel der Herbstsaison: Austria gegen Liefering. In der Rückrunde müssen die Violetten ins Bullenstadion. Das Highlight-Spiel der Herbstsaison: Austria gegen Liefering. In der Rückrunde müssen die Violetten ins Bullenstadion. - © KRUG
Die halbe Saison ist gespielt und der Herbstmeister steht fest. Nach 15 Runden blickt die SALZBURG24-Sportredaktion auf die Leistungen aller acht Salzburger Mannschaften in der Regionalliga.

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FC Liefering (Platz 1): Im Vorfeld aufgrund des hochkarätig besetzten Kaders von vielen Stimmen aus der Regionalliga West als Favorit gehandelt, hat der Red-Bull-Ableger punktgenau zu Saison-Halbzeit die Tabellenführung übernommen. „Erklärtes Ziel ist die Meisterschaft“, führt Peter Zeidler die Richtung fort, die vor der Saison vorgegeben wurde. „Ich bin nicht sehr, sehr, sehr zufrieden, aber doch ganz happy“, zog Zeidler nach drei RLW-Matches eine insgesamt positive Bilanz. In der Winterpause wird der Herbstmeister das Personal weiter aufrüsten, Details verriet Zeidler noch keine. „Wir diskutieren noch“, meinte er zu SALZBURG24. Die hauseigene U18 und Kooperationsspieler seien hier im Gespräch.

Austria Salzburg: „Richtig gut dabei“

SV Austria Salzburg (Platz 3): Ausgerechnet im letzten Duell der Hinrunde vom Platz an der Sonne verdrängt worden zu sein, trübt die Stimmung von Austria-Coach Thomas Hofer nicht. „Wir sind auf alle Fälle zufrieden. Von den Punkten her sind wir richtig gut dabei“, so der Trainer. Ziel ist es, den FC Liefering im Frühjahr herauszufordern („der absolute, große Favorit“), vom Meistertitel ist nicht die Rede. „Wir haben einen Zwei-Jahres-Plan, in dem sind wir sogar etwas besser dabei als geplant“, erklärte Hofer. Das Frühjahr wollen die Violetten mit dem gleichen Kader bestreiten, sofern kein Spieler das Team verlässt, soll hier alles beim Alten bleiben. Um auch nach der Pause wieder Highlights wie den 8:0-Auswärtserfolg gegen die Wacker Innsbruck Amateure oder den 3:0-Heimsieg gegen Meister Wattens zu schaffen, will Hofer am Torabschluss seiner Jungs feilen. „Das ist das Einzige, an dem wir noch arbeiten müssen.“

Anifs Kader „pfeift aus dem letzten Loch“

FC Anif (Platz 6): „Im Großen und Ganzen zufrieden“, lautet das Resümee von Michael Baur. Einerseits hat der FC Anif, der jetzt wieder USK Anif heißen darf, zuletzt Punkte liegen lassen. Gegen Bregenz und Wattens haben die Flachgauer „90 Prozent des Spiels dominiert“, so Baur. Trotzdem stand am Ende jeweils nur ein Remis. Andererseits wurde Anif vor Saisonbeginn sogar als Abstiegskandidat gehandelt. Jetzt gegen die Top-Teams mithalten zu können ist bemerkenswerte positive Entwicklung. Ein Handicap sind zahlreiche Ausfälle. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch“, so Baur. Wittmann, Huber, Hasanovic, Schriebl, Raudner – alle kämpften mit Verletzungen oder Krankheiten und sind teilweise noch außer Gefecht. Große Veränderungen im Kader wird’s trotzdem nicht geben. „Vielleicht geht sich der ein oder andere Spieler aus, der talentiert ist und den wir uns leisten können.“

„Lachendes und weinendes Auge“ bei Neumarkt

TSV Neumarkt (Platz 7): Mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ blickt Neumarkt-Coach Hans Hajek auf die bisherige Saison zurück. Ein lachendes Auge, weil die Wallerseer in ihrer vierten Regionalliga-Saison erstmals nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ein weinendes Auge, weil es „hätten eigentlich fünf oder sechs Punkte mehr sein müssen“, so Hajek. Die Heimbilanz sieht gut aus, Auswärts hat die Truppe zu kämpfen. „Das größte Problem stellt der Wechsel von Kunstrasen in der Heimarena auf normalen Untergrund dar.“ Neumarkt ist „auf einem guten Weg“, überwiegt bei Hajek schließlich doch das Positive.

Mittelfeld-Team St. Johann

TSV St. Johann (Platz 9): Die Pongauer sind wie ein Überraschungs-Ei: Man weiß nie, was man bekommt. Mal hielt die Aigner-Truppe gegen starke Gegner dagegen, zuletzt bekamen sie von Wals-Grünau eine Heimniederlage aufgebrummt. In der Tabelle muss sich St. Johann vor auch nach hinten orientieren.

Aus eigener Kraft gegen Abstieg

SV Wals-Grünau (Platz 12): Die Pessler-Truppe kann auch auswärts siegen, wie sie im letzten Match der Hinrunde gegen St. Johann bewiesen. Zuvor holten die Weiß-Grünen einen Sieg gegen im Schicksals-Derby gegen den FC Pinzgau Saalfelden. Dadurch kann sich das Team aus eigener Kraft aus dem Abstiegskampf heraushalten. Bei Pessler klang immer wieder durch, dass seine Jungs noch nicht in der Liga angekommen sind.

Seekirchen wünscht sich vollen Kader

SV Seekirchen (Platz 13): „Positiv ist, dass der junge Mayr mit neun Toren Dritter in der Torschützenliste ist. Negativ ist, dass meine Mannschaft selten ihr Potenzial ausgeschöpft hat und die Leistungen aus dem Training nicht im Spiel umsetzen konnte“, beurteilte Seekirchen-Coach Markus Scharrer die Leistung seiner Mannschaft. Die Flachgauer waren stets auch von Personalproblemen geplagt. „Darum ist mein großer Wunsch für die 2. Saisonhälfte, dass ich einmal den kompletten Kader zur Verfügung habe und so der Konkurrenzkampf endlich auf sportlicher Ebene stattfindet“, so Scharrer weiter. Ziel bleibt auch dieses Jahr der Klassenerhalt.

„Überzeugt, dass wir Anschluss finden“

FC Pinzgau Saalfelden (Platz 16): Lange hat es bei den Pinzgauern nicht geklappt mit vollen Punkten. Der Trainerwechsel zu Michael Steiner hat Positives bewirkt, gegen Dornbirn stand vergangenes Wochenende der erste Sieg am Programm. „Das war ein Sieg durch die Mentalität der Mannschaft, und die ist der Verdienst von meinem Vorgänger“, schickt er ein Lob an Hannes Rottenspacher. Mit dem Abstiegsplatz findet sich Steiner nicht ab. „Es wird sich erst in den letzten drei Runden entscheiden. Ich bin überzeugt, dass wir bis dahin den Anschluss finden“, so der neue Coach.

(fga / SALZBURG24-Sportredaktion)



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