Regionalliga West: Abstiegs-Dilemma sorgt für reichlich Kopfschütteln

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Sollte Pinzgau mit Trainer Markus Fürstaller Tabellenletzer bleiben, wird die Ligazugehörigkeit des Vereins dennoch erst im Mai 2018 feststehen.
Sollte Pinzgau mit Trainer Markus Fürstaller Tabellenletzer bleiben, wird die Ligazugehörigkeit des Vereins dennoch erst im Mai 2018 feststehen. - © Krugfoto
Die Regionalliga West schlägt erneut ein unrühmliches Kapitel in der Fußball-Geschichte auf. Nach dem Zwangsabstieg von Austria Salzburg und Grödigs Rückzug aus dem Profi-Geschäft sorgt nun die noch immer nicht geklärte Abstiegsfrage in der Westliga für Unklarheiten. 




Vor der anstehenden Reform der beiden obersten österreichischen Spielklassen im Jahr 2018 gibt es bislang immer noch keine Entscheidung im Westliga-Abstiegsthema. Wird es überhaupt einen Absteiger geben bzw. wie viele könnten betroffen sein? Wir sorgen für etwas Klarheit im komplizierten Abstiegs-Dschungel.

Regionalliga tappt im Dunkeln

Bernhard Schwarz, zuständig für Rechtsangelegenheiten und internationale Transfers beim Österreichischen Fußballbund (ÖFB), äußert sich auf Anfrage von SALZBURG24 folgendermaßen: “Die Regelung der Abstiegsfrage in der Westliga obliegt den drei zuständigen Landesverbänden Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Zwischen dritter und vierter Leistungsklasse schreibt der ÖFB nur die generellen Regularien vor.” Es kann also durchaus sein, dass es heuer keinen Absteiger aus der Westliga geben wird. Laut Peter Haas, Geschäftsführer des Salzburger Fußballverbandes (SFV) ergibt sich der Absteiger aus den Regionalligen analog zu den Bewerbsordnungen. Dabei fügt Haas acht Bedingungen an, die wir für euch am Ende des Artikels zusammengefasst haben.

Landesverbände sprechen sich gegen eine Relegation aus

Vorweg ist festzuhalten, dass ein Absteiger aus der Regionalliga West 2017/2018 nicht auszuschließen ist. Spätestens am 1. März 2018, wenn der ÖFB die Zulassung für die beiden obersten österreichischen Spielklassen erteilen wird, herrscht auch in der Westliga Klarheit bezüglich des Auf- und Abstiegsdilemmas. Fest steht nur, dass es keine Relegation zwischen dem Letztplatzierten der Regionalliga West und der Salzburger Liga geben wird. “Analog zu den Berwerbsordnungen sind die drei Landesverbände zu dem Entschluss gekommen, dass eine Relegation heuer nicht erwünscht und auch nicht notwendig ist”, fügt Haas an. Wegen der Planungssicherheit spricht sich auch Pinzgau-Trainer Markus Fürstaller, der mit seinem Team Tabellenletzer ist, gegen eine Relegation aus. “Das würde alles nur hinauszögern. Ich rechne dennoch mit einem Absteiger, da meiner Meinung nach, nicht drei West-Vereine aufsteigen werden”, erklärt Fürstaller.

Kriterien-Katalog zum Abstiegs-Dilemma

Aus der Regionalliga West 2017/2018 sind drei Vereine aufstiegsberechtigt bzw. am Play-Off gegen den Letztplatzierten der zweiten Leistungsstufe 2017/2018 teilnahmeberechtigt. Voraussetzung ist, dass kein “West-Verein” wie Wattens, Liefering, oder Wacker Innsbruck am letzten Platz landet.

– Aufstiegs- und am Play-Off teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Vereine, die für das Spieljahr 2018/2019 eine Bundesliga-Zulassung für die zweite Leistungsstufe haben. Am Jahresende müssen die potentiellen Vereine einen Jahresabschluss vorlegen und spätestens am 15. März 2018 die notwendigen Dokumente beim ÖFB einreichen.

– Aufstiegs- beziehungsweise am Play-Off teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich die auf den ersten drei Plätzen gereihten Vereine. Sind einer oder mehrere dieser Vereine am Ende der Meisterschaft 2017/2018 nicht im Besitz einer Bundesliga-Zulassung, rücken die auf den jeweils nächsten Plätzen gereihten Vereine, welche die Zulassung besitzen, nach. Ausgenommen ist jedoch der Letztplatzierte.

– Kann eine Regionalliga (West/Mitte/Ost) nur zwei Vereine für die zweite Leistungsstufe stellen, findet kein Play-Off statt und der Letztplatzierte der 2. Leistungsstufe steigt nicht ab.

– Können mehrere Regionalligen (West/Mitte/Ost) weniger Vereine stellen, verringert sich die Anzahl der in der zweiten Leistungsstufe 2018/2019 spielenden Vereine entsprechend. In den folgenden Saisonen verringert sich die Anzahl der Absteiger aus der zweiten Liga entsprechend, bis die Teilnehmerzahl mit 16 erreicht ist.

– Die Zahl der absteigenden Vereine in der Regionalliga West erhöht oder vermindert sich, wenn nach Durchführung des Auf- und Abstieges aus der unteren (höchste Leistungsstufe der Landesverbände) beziehungsweise der oberen Leistungsstufen (Bundesliga) oder durch Teilnahmeverzicht die festgesetzte Klassenstärke (16 Vereine) über- oder unterschritten wird.

– Muss der Drittgereihte der Westliga ein Play-Off gegen den Zehntplatzierten der neuen zweiten Liga 2017/2018 spielen, und wird – unabhängig vom Ausgang desselben – die Klassenstärke der RL-West von 16 Mannschaften überschritten, steigen so viele Vereine in ihren zuständigen Landesverband ab, bis die Klassenstärke mit 16 Mannschaften erreicht ist.

– Kann die Regionalliga West nur zwei oder weniger Vereine für die zweite Leistungsstufe stellen, verringert sich der Aufstieg entsprechend. In der Folge steigen so viele Vereine in ihren zuständigen Landesverband ab, bis die Klassenstärke mit 16 Mannschaften erreicht ist.

 

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