Rekordzahl an Einsätzen bei Salzburger Bergrettung

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Die Zahl der Einsätze der Bergrettung Salzburg ist erheblich gestiegen.
Die Zahl der Einsätze der Bergrettung Salzburg ist erheblich gestiegen. - © Bergrettung Salzburg
Am vergangenen Wochenende hielt die Bergrettung Salzburg in Abtenau die 70. Landesversammlung ab. Dabei wurden auch die aktuellen Zahlen präsentiert. Das eher traurige Ergebnis des Jahres 2016: Die Zahl der Einsätze explodierte und es gab wesentlich mehr Tote als im letzten Jahr in den Bergen.

Der Bergsport boomt. Die Berge bieten Erholung, Abenteuer, Naturerlebnis, Entspannung und vielfältigste Sportmöglichkeiten. Aber sie bedeuten auch Gefahr, denn ein Restrisiko lässt sich selbst bei bester Vorbereitung weder im Winter noch im Sommer ausschließen.

Einsatzzahlen stark zugenommen

All das spiegelt sich in der Einsatzstatistik der Salzburger Bergrettung wider, die im Vergleich zum Jahr 2015 wieder stark zugenommen hat. „Im Jahr 2015 hatten wir 471 Einsätze und im Jahr 2016 stieg diese Zahl auf 575“, so Landesleiter Balthasar Laireiter. Traurig ist auch der Rekord an Toten; 2016 wurden 38 Tote von der Bergrettung geborgen. 2015 waren es 25 Tote.

Am meisten Einsätze im Pongau

Die meisten Einsätze fanden zur Bergung von verunglückten Personen in normalen Wandergebieten statt; gefolgt von Sucheinsätzen. Von den Gauen her gab es wieder im Pongau (279) am meisten Einsätze, gefolgt vom Pinzgau (173), Flachgau (77), Tennengau (24) und Lungau (22). Die „wärmeren“ Monate von Mai bis Oktober sind übrigens die einsatzintensivsten.

Digitalfunk bis Jahresende

Die Bergrettung Salzburg hat im vergangenen Jahr bereits im Lungau von analoger auf digitale Funktechnik umgestellt. Als nächster Gau wird in den kommenden Monaten im Pongau die Umstellung zum Digitalfunk erfolgen. „Für uns ist das von enormer Effizienz“, so der Technikreferent der Bergrettung, Axel Ellmer. Insgesamt wurde die Bergrettung mit etwa 500 digitalen Funkgeräten ausgestattet; unterstützt von den Gemeinden und der Stadt Salzburg.

Was verdient ein Bergretter?

Die Bergrettung in Österreich besteht zum Großteil aus freiwilligem Engagement. In Salzburg beträgt der Anteil 99,82 Prozent. Vom aktiven Bergretter in der Ortsstelle bis zum Präsidenten des Bundesverbandes arbeiten alle Mitglieder und Funktionäre ehrenamtlich. Der Bergretter erhält also für seine Arbeit kein Geld. Es gibt in der Landesorganisation nur dreieinhalb Angestellte, die sich um organisatorische und administrative Angelegenheiten kümmern. Die Bergrettung hat in Salzburg mit 1.1.2017 genau 1.967 Männer und Frauen – davon 1361 aktiv im Einsatz –  in 43 Ortsstellen.

Wie finanziert sich die Bergrettung?

Die Finanzierung des ehrenamtlichen Bergrettungsdienstes steht auf vier Säulen:

  • 40 % öffentliche Hand
  • 40 % Förderer
  • 20 % Bergekosten, Sponsoren und Spenden

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